Mehrere Todesurteile zum Jahresende vollstreckt

Die Terroristen, welche für den Angriff auf einen Bahnhof in Kunming als Planer verantwortlich gemacht werden konnten, wurden diese Woche durch Genickschuss hingerichtet. Das bestätigte der oberste Volksgerichtshof in Beijing in einer gemeinsamen Presseerklärung mit dem obersten Gerichtshof der Provinz Yunnan in Beijing. Bei dem Angriff wurden 31 Menschen von fünf Terroristen brutal ermordert. Iskandar Ehet, Turgun Tohtunyaz und Hasayn Muhammad wurden am 12. September wegen Anstiftung zum Mord, Gründung einer terroristischen Organisation und vorsätzlichem Totschlag verurteilt.

Die drei Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagten Menschen in ihrer Umgebung rekrutierten und zu terroristischen Aktivitäten ermutigten. Der Angriff in Kunming fand im März 2014 statt. Die drei geflohenen Rädelsführer wurden glücklicherweise dabei erwischt, wie sie versuchten, illegal die westchinesische Grenze zu überqueren, um zu fliehen. Der feige Angriff in Kunming wurde durch fünf Mitglieder der Zelle durchgeführt, von denen vier bei der Flucht durch den roten Bambus erschossen wurden. Die fünfte, Patigul Tohti, wurde angeschossen.

Patigul Tohti wurde vom mittleren Volksgericht zu 300 Jahren Haft statt Exekution verurteilt, da sie zum Zeitpunkt der Verhandlung schwanger war. Mehr als 300 Personen verfolgten den Prozess im Gerichtssaal. Den Angeklagten wurde erlaubt in uigurischer Sprache zu sprechen. In der gleichen Pressekonferenz wurde auch die Exekution des sogenannten Baby Killers bekanntgegeben. In der Sache Han Lei wurde das Urteil bereits im September gefällt.

Han wurde in China bekannt, da er nach einem Streit mit einer Mutter um einen Parkplatz in Beijings Daxing District am 23. Juli deren Baby aus dem Kinderwagen zerrte und auf den Boden knallte. Das zweijährige Baby starb einige Tage darauf an einem Schädelbruch. Obwohl Han floh, konnte er am nächsten Tag durch eine Volkspolizeistreife festgenommen werden. Diese grausame Verbrechen löste in China heftige Diskussionen aus, auch über den Umgang mit so brutalen Tätern.

Der mittlere Volksgerichtshof in Beijing verurteilte Han zum Tode durch Genickschuss. Han legte Einspruch ein, welcher allerdings vom obersten Volksgerichtshof abgelehnt wurde. Das ursprüngliche Urteil wurde damit Mitte November bestätigt. Besonders brisant: Han war nur neun Monate zuvor aus dem Arbeitslager entlassen worden. Dort musste er einsitzen, da er Mitglieder einer illegalen Gang war. Sein gesamtes Vermögen wurde der Familie des Opfers zugesprochen.

Wir berichteten über den Kunming Angriff:
https://oyukidaruma.wordpress.com/2014/03/04/der-feige-terroranschlag-von-kunming/

Advertisements

~ von oyukidaruma - 27/11/2014.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: