Wang Qishan will korrupte Beamte bis ins Ausland verfolgen

Die chinesische Disziplinarkommission unter Wang Qishan will durch Kooperation und Unterstützung anderer Länder zukünftig ins Ausland geflohene und vermeintlich korrupte Beamte bis nach Afrika, Amerika, die Pazifikstaaten und Westeuropa verfolgen. Wang bat für dieses Vorhaben um die Unterstützung des kompletten Politbüros. Der rote Bambus bestätigte entsprechende Berichte der Nachrichtenagentur Xinhua. Es gebe sogar bereits erste Erfolge zu verbuchen: Zwanzig Spezialeinheiten hätten auf den Philippinen, in Thailand, Malaysia und Kambodscha 75 Beamte überführt und nach Hause gebracht. 104 ins Ausland geflohene Personen warten derzeit auf ihre Prozesse, 76 weitere hätten sich nach ihrer freiwilligen Rückkehr der Volkspolizei gestellt.

Viele korrupte Beamten, die sich die Jahre über bereichert hätten, seien laut Disziplinarkommission vor allem in die USA, nach Kanada oder Australien geflohen. Der Grund ist, dass die Volksrepublik mit diesen Staaten keine Auslieferungsverträge geschlossen hat. Auf dem G20 Gipfel in Brisbane betonte Premier Abbott allerdings den Willen Australiens, China bei der Suche und der Festnahme von korrupten Beamten unterstützen zu wollen. Wang gilt als kompromisslos im Kampf gegen die Korruption, da er durch das Fehlverhalten einiger Beamten den Führungsanspruch der Partei als gefährdet ansieht. Wang Qishan wurde 2012 von den Mitgliedern des Politbüros zum Leiter der Disziplinarkommission gewählt.

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~ von oyukidaruma - 21/11/2014.

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