BRICS: Brasiliens Dilma Rousseff verspricht Verbesserungen

Die linke Politikerin gewann die Stichwahl in Brasilien Ende Oktober mit 51,45 Prozent. Sie lag damit vor ihrem neoliberalen Gegenkandidaten Aécio Neves, welcher 48,55 Prozent erreichte. Dilma konnte vor allem Wähler aus der Arbeiterschicht und den ärmeren Landesteilen für sich mobilisieren. Neves galt als Favorit der Reichen und der Wirtschaft und stand deswegen vor allem für einen unternehmerfreundlicheren Kurs. Es war seit 2002 das vierte Mal in Folge, dass Bündnisse von Mitte bis Rechts in Brasilien scheiterten.

Der mit Schmierenkampagnen und Vorwürfen heftig geführte Wahlkampf hatte in Brasilien und dem Ausland zu einer starken Polarisierung geführt. Dilma sagte nach der Wahl in Brasília, sie hoffe, dass das Land durch den Wahlkampf nun nicht gespalten sei. Daher wolle sie vor allem den Dialog zu einem zentralen Thema ihrer neuen Regierungszeit machen. Rousseff versprach noch mehr Verbesserungen im Kampf gegen die Armut, mehr Volksabstimmungen und einen härteren Kampf gegen die Korruption. Dilma Rousseff ist grosse Anhängerin des chinesischen Entwicklungsmodelles, zu welchem sie sich öfters bekannte.

Rousseff wurde während des Wahlkampfes selbst Opfer einer Korruptionsaffäre. Ihre Gegner beschuldigten sie, sie hätte von den Betrügereien des verstaatlichten Ölkonzern Petrobras gewusst. Sie wies entsprechende Berichte zurück. 2013 wurde Brasilien zudem von ernsthaften Massendemonstrationen erschüttert; diese richteten sich gegen die Fussball WM, die Korruption, die Misswirtschaft und Mängel in Bildungs- und Gesundheitswesen sowie der unterentwickelten Infrastruktur.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin und ihre Partei der Arbeiter, die Partido dos Trabalhadores, schafften es 2013, dass die Sozialhilfe Bolsa Família mittlerweile 50 Millionen Menschen in Brasilien erreicht. Ihre Regierung schuf zudem Milliardenprogramme für den sozialen Wohnungsbau in den Metropolen für die Zuwanderer. Nun soll die lahmende Wirtschaft angekurbelt und die Inflation bekämpft werden. Rousseffs Regierungszeit endet 2018.

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~ von oyukidaruma - 19/11/2014.

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