Offener Brief aus Xinjiang verurteilt Terrorismus

Mehr als 200 uygurische Schriftsteller, Blogger, Dichter und Wissenschaftler haben einen offenen Brief veröffentlicht, in welchem sie Terrorismus und Separatismus verurteilen. Das Schreiben mit dem Titel „Our responsibility and mission is to never keep silent – A letter to fellow Uygurs,“ bringt den Unmut der geistlichen Elite mit dem aufkommenden Terrorismus in Xinjiang auf den Punkt, ohne jedoch stärke Restriktionen seitens der Regierung einzufordern. Unter anderem war zu lesen: „We cannot keep silent anymore at a moment when the black storm launched by a few terrorists vainly attempts to destroy our civilization. In the face of a series of violent terrorist crimes, how can we have no indignation or abhorrence? Our conscience never allows us to be silent. We must stand up and shout loudly, Stop!'“

Der Brief, welcher in Zeitungen, Blogs und Publikationen in Xinjiang veröffentlicht wurde, trug kein Datum. In China häufen sich terroristische Angriffe gegen Zivilisten. Betroffen waren Metropolen wie Urumqi, Kunming City, Kashgar und Beijing. Die Unterzeichner verglichen die Terroranschläge mit Bomben, welche in ihren Herzen explodierten. Die Angreifer wurden als „Ein kleiner Haufen geistesgestörter Gangster ohne menschliche Gefühle“ bezeichnet. Die Verfasser wollen zum Ausdruck bringen, dass: „Diejenigen, die solche Taten verüben, können weder einer ethnischen Gruppe noch einer Religion angehören.“ Die Schreiber beziehen sich hierbei auf den Koran: Gott der Allmächtige sagt dort (Al Maidah, Sure 5, Vers 33): “Wenn jemand einen Menschen tötet – es sei denn für das Töten eines anderen Menschen oder für das Hervorrufen von Gewalttat im Land – so soll es für ihn sein, als hätte er die ganze Menschheit getötet.“

Weiter war zu lesen, dass „Unsere gesamte Ethnie und jeder einzelne Uygure wurde durch diese extremistischen Taten gedemütigt und verleumdet“. Die Verfasser wünschen sich rationalere Überlegungen und eine öffentliche Diskussion über den Islam in Verbindung mit Terrorismus. Der Standpunkt, den die Unterzeichner vertreten ist, dass der Heilige Koran Frieden fördert. „Wir müssen diese Botschaft in alle Winkel Chinas und darüberhinaus tragen“. Der offene Brief endet mit der Aufforderung, Zivilisten sollten kühn und mutig die Friedensbotschaft verkünden, Intellektuelle müssten sprachgewandt und vernünftig für den Islam argumentieren und Studenten müssten Wissen erlernen und sich von Vorurteilen befreien.

„Wer gegen Menschen handelt, handelt gegen die Lehren des Islams. Der Begriff „Uygure“ darf nicht zu einem Synonym für Terrorismus werden! Uyguren müssen Gewalt und Separatismus ausmerzen und die Vereinigung mit anderen ethnischen Minderheiten stärken um eine verheißungsvolle Zukunft für alle Ethnien in der Volksrepublik zu realisieren.“

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~ von oyukidaruma - 04/07/2014.

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