Nationaler Forschungsrat der USA empfiehlt Ausbau der Kooperation mit China

„Dieses Verbot, nur von einer parlamentarischen Stimmung getragen, verwehrt unserem Land die Möglichkeit, mit einer Nation zu kooperieren, die die Fähigkeit dazu hat, zu internationalen Raumfahrtmissionen einen mehr als signifikanten Beitrag zu leisten“, war unter anderem in dem Bericht des US National Research Council (NRC) zu lesen. „Vielleicht wäre es an der Zeit, zu überprüfen, ob dieses Verbot wirklich den langfristigen Interessen der Vereinigten Staaten dient“. Das Schreiben hat den Titel „Pathways to Exploration – Rationales and Approaches for a U.S. Program of Human Space Exploration“.

Ein radikales Gesetz verbietet der NASA und dem Büro für Wissenschaft und Technologie im weissen Haus gemeinsame Programme, Kooperationen und Verträge mit China. Selbst Entwürfe und Planungen sind untersagt. Jegliche Zusammenarbeit mit China, genauer gesagt mit staatlich-chinesischen Unternehmen ist ausdrücklich verboten, genauso wie der Empfang offizieller chinesischer Gäste in Anlagen, die der NASA gehören oder von ihr genutzt werden.

Zum grossen Zerwürfnis kam es, als die USA eine Beteiligung Chinas an der ISS mit Ihrem Votum verhinderten. China reagierte empört, da Staaten wie Russland und Japan eine Mitarbeit  angeboten wurde. Danach wurde der chinesische Plan konkretisiert, eine eigene Raumstation zu bauen. Im Hinblick auf die neuesten Entwicklung zwischen den USA und der Russischen Föderation, sprechen sich mehr und mehr US-Wissenschaftler für eine Kooperation mit China bei zukünftigen internationalen Raumfahrtprojekten aus. „Unsere kleinlichen Verbote können für die USA nur hinderlich sein, sie reduzieren das Potenzial maßgeblich und sorgen dafür, das wichtige Ressourcen – die etwa für das bemannte Marsprogramm unverzichtbar sind – nicht zusammengelegt werden.“

Darüberhinaus errechneten die Wissenschaftler, dass eine bemannte Marsmission in den 2030er Jahren, wie von Obama gefordert, nur dann stattfinden könne, wenn das Budget der NASA ab sofort jährlich um 5 Prozent wachse. „Bemannte Raumfahrtprogramm werden nur dann Erfolg haben, wenn ausreichend Gelder dafür bereitgestellt werden“, betonte Mitchell Daniels, Präsident der Purdue University und ehemaliger Gouverneur von Indiana sowie Vize Vorsitzender des Forschungsrates. „Die gewählten Führer dieses Landes müssen ihren Forderungen auch Taten folgen lassen, nur sie können uns die Ressourcen zur Verfügung stellen, die wir für ein solches Programm benötigen“. Die NASA gab kurz danach in ihrem Blog bekannt, dass sie den NRC-Bericht sehr begrüsse. „Der NRC-Bericht ergänzt die gegenwärtige Meinung der NASA.“

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~ von oyukidaruma - 20/06/2014.

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