BRICS: China will Afrika beim Überwinden der Armut helfen

Li Keqiang hat bei seinem Besuch in Afrika vor wenigen Wochen massive Hilfe beim Abbau der Armut im Hauptquartier der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Ababa zugesagt. China wolle nicht als Kolonialmacht oder Hegemonialmacht auftreten, sondern auf konstruktive Art und Weise den afrikanischen Regierungen helfen. So solle in einem ersten Schritt der Kreditrahmen für Afrika von 10 Milliarden Dollar auf 30 Milliarden Dollar angehoben und der chinesisch-afrikanische Entwicklungsfond um zwei Milliarden Dollar aufgestockt werden.

Die Afrikanische Union verkündete den Traum, dass alle afrikanischen Hauptstädte mit Hochgeschwindigkeitszügen verbunden seien. Li Keqiang sagte, China habe auf dem Gebiet fortgeschrittene Technologien und versicherte, sein Land sei bereit, gemeinsam mit Afrika daran zu arbeiten, dass dieser Traum wahr werde. Li war das erste Mal als Chinesischer Premier in Afrika. Seine Reise führte zu vier Nationen. In seiner Rede im Hauptquartier der Afrikanischen Union bekräftigte er Chinas Wunsch, die chinesisch-afrikanische Partnerschaft zu vertiefen. China wolle sein teilweise schlechtes Image losbekommen und sei bereit, noch mehr in Straßenbau, Eisenbahn, Telekommunikation, Stromnetze und andere Infrastrukturmaßnahmen zu investieren.

Um die Armut zu bekämpfen, will China 2.000 Landwirtschaftstechniker ausbilden und in den nächsten fünf Jahren Managementpersonal nach Afrika schicken. Bei der Aufbereitung von Trinkwasser und der Prävention und der Kontrolle von Seuchen soll ebenfalls Hilfe angeboten werden. Li bekräftigte auch Chinas Wille Afrika beim Umweltschutz zu helfen, hierfür sollen weitere zehn Millionen Dollar zur Verfügung gestellt werden. Diese Investition umfasse auch den Schutz von Wildtieren. Außerdem soll die biologische Vielfalt gefördert und der Versteppung und Wüstenbildung Einhalt geboten werden.

Desweiteren stelle China 18.000 Regierungsstipendien zur Verfügung, die helfen sollen, rund 30.000 Facharbeiter auszubilden. Auf militärische Kooperationen angesprochen antwortete Li, China würde weiter an der Nichteinmischungsdoktrin festhalten, aber die Volksbefreigungsarmee könne Afrika bei friedensbildenden Maßnahmen oder Terrorismus- und Piratenbekämpfung helfen. Dem Südsudan stelle die Regierung Chinas acht Millionen US-Dollar zur Verfügung, um die humanitäre Krise zu bewältigen.

Insgesamt wurden 16 Vereinbarungen unterschrieben, dazu zählen Kredit- und Kooperationsvereinbarungen und die Konstruktion von Autobahnen und High-Tech-Parks. Huawei Technologies – der weltweit zweitgrößte Hersteller von Kommunikationsequipment – und die ZTE Corp sicherten zu, ein 4G-Netzwerk in Addis Ababa zu errichten sowie ein 3G-Service für das restliche Land.

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~ von oyukidaruma - 22/05/2014.

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