Christentum wächst rapide in China

Einem neuen Bericht des Amtes für religiöse Angelgenheiten zufolge, wächst keine Religion in China so schnell, wie das Christentum. So stieg die Zahl der Gläubigen alleine in den letzten fünf Jahren um 2.4 Millionen Christen an. Experten sehen darin die Suche der Chinesen nach Hilfe und Trost in von Umbrüchen geprägten Zeiten. Der Report, welcher auf der Tagung des neunten nationalen Christenkongresses diskutiert wurde, offenbart, dass in den letzten fünf Jahren zudem 5.195 Kirchen neu gebaut oder wiederhergestellt wurden und 1.057 Pastoren, 482 Vikare und 1.443 Kirchväter neu ordiniert wurden.

Es wurde während dieses Kongresses auch darauf hingewiesen, dass die Zahl der Religionslehrer auf 292 anstieg, 130 von ihnen halten einen Masterabschluss oder höher, während drei neue evangelische Seminare begründet wurden. Mehr als 4.300 Studenten haben graduiert und 3.702 studieren an Priesterseminaren. 94 neue Niederlassungen der patriotischen Kirchen und des China Christian Councils wurden in den Städten und Landkreisen eingerichtet.

Jiang Jianyong, Vizedirektor des staatlichen Religionsbüros, sagte während des Kongresses, die Christen in China müssten ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und eine positive Rolle bei den dramatische Veränderungen spielen. Xiong Kunxin, ein Professor an der Minzu University of China, erzählte der Global Times, dass das rapide Wirtschaftswachstum die Menschen zum Glauben zurückführe, besonders dann, wenn das Volk aufgewühlt sei durch neue soziale Probleme.

Shi Hengtan, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Chinese Academy of Social Sciences sagte, die Zunahme der Gläubigen sei das schwer erkämpfte Resultat der lokalen Pastoren und ihrer Arbeit vor Ort. Auch die Bemühungen der Regierung, religiöse Beschränkungen aufzuheben, hätten dazu beigetragen, dass die Zahl der Gläubigen rasch zunimmt. „Die Zahl der christlichen Gläubigen ist allerdings immer noch klein im Vergleich zu den buddhistischen Gläubigen,“ sagte Shi.

Vollständige Zahlen sind allerdings auch deshalb nicht erhältlich, da China sogenannte Hauskirchen, also Gemeinden die sich nicht der chinesich patriotischen Kirche beugen wollen, als illegal ansieht und deren Gläubigen in Auszählungen nicht berücksichtigt. Das TSPM (Three-Self Patriotic Movement), die CCC (China Christian Councils) und die patriotischen Kirchen bleiben deswegen die einzigen legalen Kirchenvertretungen. China ist mittlerweile zum größten Bibeldrucker der Welt aufgestiegen, über 62 Millionen Kopien wurden durch das TSPM und den CCC bislang vertrieben.

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~ von oyukidaruma - 21/10/2013.

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