China will verstärkt gegen korrupte ausländische Unternehmen vorgehen

Ausländische Firmen sollten sich in China auf wachsende Überprüfungen einstellen. Dies bestätigte ein Sprecher der Anti-Korruptionsbehörde auf einer Pressekonferenz, welche im Rahmen der Ermittlungen gegen den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline agehalten wurde. Die Volksstaatsanwaltschaft erhöhten den Druck auf das Unternehmen durch die Veröffentlichung der Ermittlungen.

Demnach soll der Konzern mit Hilfe von Reisebüros und Beratungsfirmen in gewaltigem Umfang chinesische Ärzte und Behördenvertreter geschmiert haben, um seine Umsätze anzukurbeln und Medikamentenpreise hochzutreiben. Vier Spitzenmanager des Konzerns seien bereits in China verhaftet worden.

Der Sprecher Gao Feng, welcher bei der Anti-Korruptionsbehörde für Ermittlungen in Wirtschaftsbereichen verantwortlich ist, sprach von einer kriminellen Partnerschaft zwischen GSK und den Reisebüros. Unklar ist daher noch, wieviel Geld an Mediziner und Beamte weiterfloss und wie der Deal funktionierte. Die Renmin Ribao behauptete, es wäre den Behörden aufgefallen, dass Reisebüros zuviele Gelder als „Konferenzdienstleistungen“ verbucht hätten.

In der Londoner Firmenzentrale von GSK zeigte man sich über die Anschuldigungen „tief besorgt“ und bekräftigte, mit den chinesischen Behörden in vollem Umfang kooperieren zu wollen. Die betroffenen Reisebüros sollen ab sofort nicht mehr genutzt und die Geschäftsbeziehungen zu Agenturen auf den Prüfstand gestellt werden.

Andere ausländische Branchengrößen wie Merck & Co aus den USA oder Astellas aus Japan geraten nun ebenfalls ins Visier der chinesischen Behörden. Amerikanische Medien behaupten dagegen, China wollte durch die Ermittlungen die Preise importierter Medikamente drücken, um heimische Unternehmen zu schützen.

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~ von oyukidaruma - 20/07/2013.

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