Japans Radikalpolitik sorgt für Wachstum – Gegensatz zur europäischen Sparpolitik

In Japan mehren sich die Zeichen auf ein Ende der seit zwei Jahrzehnten andauernden wirtschaftlichen Stagnation. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach Amerika und China ist zum Jahresbeginn 2013 überraschend stark gewachsen. Den Aufschwung verdankt das Land vor allem der riskanten Politik des neuen Premier Shinzo Abe und seinem Gegenmodell zu Sparzwang, Sozialabbau und Austeritätspolitik.

Wie die Regierung vergangene Woche bekanntgab, ist das Bruttoinlandsprodukt des Landes im ersten Quartal deutlich stärker gewachsen als erwartet. Auf das Jahr hochgerechnet wuchs die Wirtschaft um 3,5 Prozent. Nach Ansicht von Ökonomen sind die starken Zahlen eine erste Reaktion auf die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung. Die seit Dezember regierende Liberaldemokratische Partei will mit massiven Konjunkturprogrammen und einer Lockerung der Geldpolitik das Land aus der seit zwei Jahrzehnten andauernden wirtschaftlichen Stagnation befreien.

Auch die japanische Notenbank bekam genaue Richtungsanweisungen. Sie soll binnen zwei Jahren umgerechnet 1,4 Billionen Dollar in die Wirtschaft pumpen, vor allem über den Ankauf von Staatsanleihen, börsengehandelten Indexfonds und Immobilienfonds. Mit dieser Maßnahme soll die Konjunktur angekurbelt werden. Abe folgt damit der Politik seiner Nachbarländer und bildet damit einen Gegensatz zur Sparpolitik Europas, welches zunehmend durch Sparzwänge in der Krise versinkt.

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~ von oyukidaruma - 24/05/2013.

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