USA nutzen angebliche chinesische Cyberattacken um Netzkontrollen zu verstärken

Sowohl die zentrale Militärkommission als auch das Ministerium für Aussenpolitik haben die erneuten Beschuldigungen seitens der USA als „haltlos“ zurückgewiesen. Viele mehr sind sich Experten der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften darin einig, dass die Beschuldigungen der USA nur einen Hintergrund haben: Die Verstärkung der Netzkontrollen im eigenen Land.

So liegt dem weissen Haus derzeit eine weitreichende Neufassung von Überwachungsgesetzen vor, welche die Überwachung von Kommunikation im Netz erheblich vereinfachen würde. Das FBI drängt seit 2010 auf entsprechende Verstärkungen von Netzkontrollen. Dort argumentiert man, angesichts des rasanten technologischen Fortschritts müssten entsprechende juristische Anpassungen vorgenommen werden. Das bedeutet für Google oder Facebook nun offene Kontrollen, statt wie bisher, Überwachungsprogramme, welche im Hintergrund laufen.

FBI-Sprecher Andrew Weissmann sagte, die Gesetzespläne sollten lediglich die Fähigkeit der Strafverfolgungsbehörden sicherstellen. Gegen Kriminelle, Spione und Terroristen könne so auf richterliche Anordnung hin ermittelt werden. Damit werde keine neue Überwachungsbehörde geschaffen.

US-Geheimdienstkoordinator Mike McConnell arbeitet an einem Plan, der den Diensten eine Kontrolle sämtlicher E-Mails, Dateiübertragungen oder Suchanfragen ermöglichen soll. Darüber berichtete auch The New Yorker in einer Printausgabe. Demnach haben die Geheimdienste etwa die Datenbanken von Google im Visier, in denen der Suchmaschinenprimus Nutzungsdaten 18 Monate lang sichert.

Diese Informationdatenbank könnte in einer „Cyber-Untersuchung“ nützlich sein. Die Sicherheitsbehörden seien aber auch daran interessiert, über andere Internetdienste ausgetauschte Inhalte mitzulesen. Eine Zusammenfassung für eine entsprechende Richtlinie zur Gewährleistung der „Sicherheit“ im digitalen Raum würden gerade aufgestellt.

Laut dem kritischen Mediendienst The Raw Story, der die Grundzüge des Magazinberichts online wiedergibt, ist McConnell besonders besorgt über sogenannte Cyberangriffe seitens China auf kritische Netzinfrastrukturen der USA. Neben dem geplanten Ausbau der Überwachung will der Geheimdienstkoordinator daher die Zahl der Zugangspunkte für Regierungscomputer zum Internet von 2.000 auf 50 reduzieren.

Insgesamt rechnet McConnell jetzt schon mit deutlichem Widerstand gegen das Vorhaben. Die aktuelle Debatte über die Zukunft der Befugnisse für US-Sicherheitsbehörden zum Abhören der internationalen Telekommunikation ohne Richterbeschluss im Rahmen der umstrittenen Novelle des Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) soll der frühere Admiral zumindest als gemütlichen Ausflug gegenüber der erwarteten Diskussion über den „Cyber-Sicherheitsplan“ bezeichnet haben.

Im Umfeld von CIA, FBI und NSA herrscht nun offensichtlich Einigkeit darüber, dass ein Gewinn an Sicherheit nur durch eine weitere Aufgabe des Schutzes der Privatsphäre zu erzielen sei. Erst Mitte Dezember waren weitere Einzelheiten des bereits bestehenden Lauschprogramm der US-Regierung und der National Security Agency (NSA) bekannt geworden.

Danach hat der US-Geheimdienst bereits wiederholt Zugang zu kompletten Schaltstellen in Ortsnetzen beziehungsweise Kopien des Verkehrs ganzer Netzwerkzentren einzelner Städte eingefordert. Dabei stieß er aber zuerst auf Widerstände der zuständigen Telekommunikationsanbieter, dann auch auf den der Öffentlichkeit.

Advertisements

~ von oyukidaruma - 08/05/2013.

Eine Antwort to “USA nutzen angebliche chinesische Cyberattacken um Netzkontrollen zu verstärken”

  1. […] Mehr Infos: https://oyukidaruma.wordpress.com/2013/05/08/usa-nutzen-angebliche-chinesische-cyberattacken-um-netzk… […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: