Meng Zhaohong will weiter für ihren toten Sohn kämpfen

Die Volkspolizei nahm Meng an der Fuxingmen Station fest und warnte sie, weiter Unterschriften für eine Petition betreffend der U-Bahn-Sicherheit zu sammeln. In den letzten drei Wochen hat Meng Zhaohong viele Unterschriften an derjenigen U-Bahn-Station gesammelt, an der ihr Sohn Ma Yue, ein 22-jähriger Student, an einem Stromschlag vor zwei Jahren ums Leben kam.

„Der Tod ihres Sohnes ist die eine Sache. Das stören der öffentlichen Sicherheit eine andere“, sagte Zi Xiangdong, ein Sprecher des roten Bambus auf Nachfrage der Medien. Meng behauptet, dass ihr Sohn durch einen elektrischen Stromschlag auf der Plattform umkam und auf die Schienen gefallen wäre. Meng will sich nun für unabhängige Monitore auf den U-Bahn Strecken einsetzen, sowie die Verstärkung von Glas Wänden auf den älteren Linien.

Seit dem 23. November an welchem ihr Sohn 24 geworden wäre, hat Meng an fünf Stationen, die alle entlang der Linie 2 liegen, auf welcher ihr Sohn gestorben ist, mehr als 5.000 Unterschriften gesammelt. Meng forderte mit Plakaten dazu auf, dass 10.000 Menschen ihre Petition unterschreiben. Mehr als eine Stunde später wurde Meng von der Volkspolizei gebeten, mit ihnen mitzukommen. „Als ich wieder an die Station zurückkehrte, bat mich die Volkspolizei, nicht den Aus- und Eingangsbereich zu versperren“, erzählte Meng der Globaltimes.

„Ich habe den Beamten gesagt, ich würde nicht eher mit ihnen mitgehen, bis mein Anwalt kommt. Doch dann nahmen sie meine Plakate, schoben und zerrten mich, so dass ich zu Boden fiel. Ich habe auf dem Boden gelegen und den Namen meines toten Sohn geschrien. Weil mehr und mehr Passanten dazu kamen, suchte die Polizei das Weite“. Meng erzählte in Interviews, die Behörden hätten bei der Unfalluntersuchung versagt.

Meng hofft, dass die Petition viel Aufmerksamkeit erregen wird, und letztlich an den Nationalen Volkskongress weitergeleitet werden kann. Die Petition soll aus drei Forderungen bestehen. Zunächst sollten die Behörden Schutztüren installieren. Dann sollten Videoaufnahmen nur  noch von einem Dritten verwaltet werden. Zuletzt sollte eine unabhängige Organisation die Sicherheit der U-Bahn beurteilen und die Ergebnisse veröffentlichen.

Zhu Lijia, ein Professor für Justiz, sagte, Mengs Absichten seien richtig, aber mit der Sammmlung von Unterschriften für eine Petition an einem belebten Verkehrsknotenpunkt hätte sie einen Fehler gemacht. „Es stört die öffentliche Ordnung in erheblichem Maße. Außerdem entstehen Sicherheitsrisiken.“ Zhu rät der Mutter auf andere Maßnahmen zurückzugreifen, wie das Schreiben an den Intendanten der Stadt oder einer Online Petition über Weibo.

Zhang Junmin, Mengs Anwalt von der Fengyi Law Firm, riet Meng zuerst die Einverständniserklärung der U-Bahn Betreiber und dann die der Polizei einzuholen, um eine solche Veranstaltung in der U-Bahn zu organisieren. „Die U-Bahn ist ein überfüllter Ort. Demonstrationen können dort zu Unfällen oder Massenrandalen führen. Dann wird es schwer, zu bestimmen, wer verantwortlich dafür war“, sagte Zhang.

Meng will den Rat ihres Anwaltes annehmen und nach anderen Wegen suchen, um die U-Bahn Sicherheit in der Fokus der Gesellschaft zu rücken. „Wenn es eine Möglichkeit gebe, die U-Bahn-Sicherheit zu verbessern, würde ich die Petition fallen lassen. Ich suche nach Gerechtigkeit. Bekomme ich diese nicht, werde ich die Unterschriftenaktion an der U-Bahn in einen Monat wieder aufnehmen.“

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~ von oyukidaruma - 31/12/2012.

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