Konfilkt zwischen China und Japan noch nicht gelöst

Die Spannungen zwischen China und Japan wegen den Diaoyu Inseln sind trotz einem abflachen der teils gewaltsamen Protesten vor der Golden Week, die dieses Jahr 8 Tage andauerte, immer noch zu spüren. Für japanische Staatsangehörige in Beijing war das Leben aufgrund der aufkommenden nationalistischen Stimmung teils schwieriger geworden. Nach den Feierlichkeiten zum Nationaltag beruhigte sich die Situation allerdings weiter. Zwei in Beijing lebende Japaner haben die Ruhe in den ausgedehnten Ferien daher genoßen. Fernab von Boykottaufrufen gegen japanische Produkte gehen sie nun wieder mit Sorge zurück in das geschäftliche Leben. „Ich habe nicht die Absicht China zu verlassen, aber ich bin bereit diesen Schritt zu unternehmen, falls es nötig wird“, sagte Shimizu, ein Künstler, der seit fast 12 Jahren in Beijing lebt.

„An den ersten Tagen der Protestwelle in Beijing hatte ich Angst auf die Strasse zu gehen. Ich sprach japanisch auf der Strasse, als ich mit meiner Mutter telefonierte, und bemerkte plötzlich, dass mich einige Leute anstarrten. Mein japanischer Nachbarn befestigt einen Aufkleber am Fenster seiner japanischen Limousine und erklärt damit seine Unterstützung für China „, sagte eine Japanerin gegenüber der Global Times. „Wir wussten zwar, dass wir in Beijing sicherer waren als sonst wo, aber auch wir mussten in der Öffentlich vorsichtig sein.“ Andere waren der Meinung, dass die Medien mit ihrer Berichterstattung die Spannungen auf beiden Seiten geschürt hätten. „Die Inseln sind in der Nähe von riesigen Ölreserven und sie sind ein Tor zum pazifischen Ozean. Sowohl China als auch Japan sind zu stolz, um jetzt noch einen Rückzieher zu machen“, erklärte Shimizu dem Nachrichtenblatt. „Japan sollte sich aber nicht von den USA beeinflussen lassen. Unsere Beziehungen zu den Nachbarstaaten sind wichtiger. Japaner müssen verstehen lernen, dass ihr Land näher an China und den beiden Koreanischen Staaten liegt als an der Westküste der USA.“

Derweil sorgt Chinas Milliardär Chen Guangbiao für einen Medienrummel. Er verschenkte bei einer feierlichen Zeremonie 43 in China hergestellte Luxuslimousinen an Autobesitzer, deren japanische Limousinen während der landesweiten Kundgebungen zerstört worden waren. Die Zeremonie fand in Nanjing (Provinz Jiangsu) statt. Die verschenkten Autos sind vom chinesischen Hersteller Geely und hatten einen Stückpreis von rund 128.000 Yuan (etwa 17.000 Euro). Chen gab für die 43 Autos 5 Millionen Yuan aus. Der 44-jährige Geschäftsmann ist in China für seine großzügigen aber auch umstrittenen Wohltätigkeits-Aktionen bekannt. Die 43 Fahrzeuge gingen alle an Anhänger von Chens Weibo Blog. Während der Protesthochwelle forderte Chen in den Medien die Chinesen dazu auf, „das Vaterland vernünftig zu lieben“ und versprach seinen Landsleuten, ihre zerstörten japanischen Autos kostenlos zu ersetzen. Derzeit hat Chen auf Weibo mehr als 4 Millionen Anhänger.

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~ von oyukidaruma - 16/10/2012.

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