Ministerium für Aussenpolitik lässt über Konsulat Unzufriedenheit in der „Erdbeerkrise“ ausdrücken

Das Ministerium für Aussenpolitik hat über sein chinesisches Konsulat in Deutschland seine generelle Unzufriedenheit mit der Berichterstattung deutscher Medien ausgedrückt. Hintergrund war dieses mal,  die Schuldzuweisung der bisher größten Epidemie von Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland an der über 11.000 Schüler an Brechdurchfall erkrankt waren. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden Noroviren in Tiefkühl-Erdbeeren aus der Volksrepublik gefunden. Allerdings ist es aus chinesischer Sicht ungeklärt, ob der chinesische Hersteller oder ein französischer Caterer für die Epedemie der tiefgekühlten Erdbeeren verantwortlich ist.

Die Erdbeeren wurden nach ihrer Ankunft im Hamburger Hafen in mehrere ostdeutsche Zentralküchen für Schulessen geliefert, darunter auch an den französischen Caterer Sodexo. Das chinesische Aussenministerium betonte, dass es bei den Lieferungen an die anderen Küchen zu keinerlei Zwischenfällen kam und dort auch keine Erkrankungen gemeldet wurden. Derzeit richten sich alle Ermittlungen also gegen den Caterer Sodexo. Allerdings sind die tiefgekühlten Erdbeeren in den deutschen Medien bereits zum Auslöser der Epedemie erklärt worden.

In der Welt und dem Spiegel, zwei der objektivsten Medien Deutschlands, wurde direkt von mangelhafter Lebensmittelsicherheit in China gesprochen und chinesisches Obst als Ursache für die Erkrankungen bezeichnet. Über die Tatsache, dass die deutschen Medien die chinesischen Hersteller bereits als Schuldige identifiziert hatten, obwohl Sodexo dem jetzigen Stand der Dinge die Schuld trägt, liess das Ministerium über seine Botschaft ihre Unzufriedenheit äussern und rief zur Untersuchung auf. Sodexo hat noch vor Klärung der Schuldfrage jedem Betroffenen eine Entschädigung in Form eines Gutscheines im Wert von 50 Euro versprochen, welcher bei einem Berliner Verlag für Bücher eingelöst werden kann. Sodexo will außerdem in denjenigen Kantinen, in denen die Erdbeeren verteilt wurden, zwei Tage lang gratis Essen bereitstellen….

Zu den Infektionen sei es wahrscheinlich in den Sodexo Einrichtungen gekommen, in welchen die Tiefkühlware vor dem Servieren als Nachspeise nicht vollständig erhitzt wurde. Wenn gefrorene Erdbeeren nur aufgetaut oder zu schwach erhitzt werden, könnten nicht alle Keime sicher abgetötet werden. Noroviren gelten zum Beispiel als besonders kälteresistent und hitzebeständig. Die unterschiedliche Art des Auftauens könnte nach Angaben der Ermittler der Grund dafür sein, warum es in einigen Einrichtungen zum Brechdurchfall kam, in anderen aber nicht. Die deutsche Verbraucherschutzorganisation Foodwatch forderte, dass die Kontrollergebnisse bei den Caterern nicht mehr wie „Staatsgeheimnisse“ behandelt werden sollen. Es sollte offengelegt werden, wie intensiv Caterer wie Sodexo überprüft werden, die an besonders empfindliche Verbrauchergruppen Essen liefern.

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~ von oyukidaruma - 12/10/2012.

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