Chinas Web-Community ist ständig auf der Suche nach korrupten Beamten

Die Regierung unterstützt Internet Gruppierungen und Microblogs und sogar Staatsmedien berichten ausführlich über die vielen korrupten Beamten, welchen dank der Öffentlichkeit, bereits der Prozess gemacht werden konnte. Wie beispielsweise bei einer derzeit heiss diskutierten Angelegenheit aus Japan, wonach mehrere ranghohe Kader chinesischer Staatsunternehmen während einer Japan-Reise Nyotaimori (Sushi, welches in Form eines lebenden Büffets auf dem Körper einer nackten Person serviert wird) bestellt und Pornoschauspieler besucht hätten.

Die Veranstaltung habe pro Person 20.000 Yen (200 Euro) gekostet. Der Pornostar hätte 150.000 Yen (1500 Euro) pro Stunde verlangt. Zu den betroffenen Staatsunternehmen gehören die ICBC, die CITIC Group und der Ölkonzern CNPC. Allerdings bestreiten die Unternehmen den Skandal und stellten im Gegensatz dazu auf ihren Blogs Beweise aus, die zeigen sollen, dass ihre Funktionäre nie in Japan waren.

Auch der Beamte Yang Dacai kam in die Mühlen der Community. Aufgrund der vielen Bilder seiner teuren Armbanduhren, Markengürtel und Designersonnenbrillen ist das Netz hinter ihm her. Nun steht nicht nur die Karriere des Direktors für Unfallsicherheit auf dem Spiel, sondern auch seine Freiheit: Die Anti-Korruptions-Behörde hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Wochenende spekulierten die Staatsmedien, allem voran Global Times und Xinhua, über den Fall und machten ihn damit landesweit bekannt. Dutzende von Magazinen und Zeitungen rechnen nun mit dem Funktionär ab, welcher auf einem Unfallbild unglücklich grinste. Zuletzt mussten schockierte Chinesen in der Beijing Ribao lesen, das die Brille, welche Yang auf dem Grinsefoto trägt, 130.000 Yuan (16.000 Euro) gekostet haben soll.

Die internen Ermittlungsbehörden welche nun von der Zentralregierung in die Provinz geschickt wurden, wollen nun herausfinden, wie Yang in so kurzer Zeit an soviel Geld kam. Das hat er wütenden Studenten zu verdanken, welche Anträge über die Offenlegung von Yangs Einkünften direkt an die Provinzregierung von Shaanxi gestellt haben. Während er nun seine Unschuld beweisen muss, sucht die chinesische Web Community den nächsten Skandal.

Quelle und Original: http://www.globaltimes.cn/content/730925.shtml

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~ von oyukidaruma - 12/09/2012.

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