Entwicklung von Chinas Gesundheitssystem auf dem richtigen Weg

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat letzte Woche in Genf einen Bericht über die Entwicklung des Gesundheitssystemes in der Volksrepublik veröffentlicht. Darin heisst es, China habe in den letzten Jahren bei der Förderung der medizinischen Dienstleistungen für die Bevölkerung beträchtliche Errungenschaften erzielt. Die Anstrengungen seien weit über eine normale Reform hinausgegangen. Bis Ende 2011 seien über 1 Milliarden Chinesen mit einer Krankenversicherung ausgestattet gewesen, was etwa 95 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmache.

Die fortschreitende Alterung der chinesischen Gesellschaft wird die größte Herausforderung für das noch junge Krankenversicherungswesen des Landes. Zeitgleich mit dem Lob kündigte ein Sprecher des Ministeriums für Gesundheit an, ab diesem Jahr rund 90 Prozent der Kosten für die Behandlung von 20 schweren Krankheiten abzudecken. Das markiere einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem universellen und nahtlosen Gesundheitswesen, dessen Bildung gemeinsam mit weitreichenden Wirtschaftsreformen im Jahr 1985 begann. Das entwickeln eines Gesundheitssystemes ist Teil des Menschenrechtsaktionsplanes des Staatsrates.

Der neue Plan zur Kostenübernahme wurde vom parteieigenen Nachrichtenportal people.com.cn über das Wochenende gemeldet. Dort war allerdings zu lesen, dass nur die Behandlungskosten von Acht Krankheiten, einschließlich angeborener Herzfehler und Leukämie im Kindesalter, zu 90 Prozent für Patienten im ganzen Land übernommen werden. Die Behandlungskosten der restlichen zwölf Krankheiten (z.B. Lungen-, Brust-, Magen- und Darmkrebs) werden nur in armen Regionen und für ethnischen Minderheiten übernommen.

Die erweiterte Übernahme einiger Krankheitskosten wird von der ländlichen Krankenversicherung und dem medizinischen Betreuungsprogramm, bei dem sowohl städtische, als auch ländliche Einwohner abgedeckt werden, finanziert, berichtete das Nachrichtenmagazin. Während die Krankenversicherung Chinas medizinische Grundversorgung für geschätzte 95 Prozent der Bevölkerung bietet, sind Behandlungen für rund 50 schwere Krankheiten ausgeschlossen und müssen von den Chinesen aus eigener Tasche bezahlt werden. „Dieser Schritt soll Patienten und ihre Familien helfen, Behandlung zu erhalten und Armut durch medizinischen Kosten vorzubeugen“, so Zhou Zijun, Professor an der Schule für Öffentliche Gesundheit an der Peking-Universität, in einem Interview mit der Global Times.

„Wir begrüßen die neuen Maßnahmen, die das Sicherheitsnetz erweitern und auch helfen, Probleme der Krankenversicherung zu lösen“, sagte Zhang Qingfeng, Sprecher eines privaten Fonds für schwerkranke Kinder in ländlichen Gebieten, der Global Times. „Für eine bessere Umsetzung bedarf es aber mehr Transparenz bezüglich der öffentlichen Ausgaben“, merkte Zhang an.

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~ von oyukidaruma - 10/09/2012.

Eine Antwort to “Entwicklung von Chinas Gesundheitssystem auf dem richtigen Weg”

  1. […] Wir widmeten uns schon einmal dem Thema: https://oyukidaruma.wordpress.com/2012/09/10/entwicklung-von-chinas-gesundheitssystem-auf-dem-richtig… […]

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