Intendant Leung Chun-ying will Hongkongs Schüler weiter demonstrieren lassen

Das bestätigte ein Sprecher des Hongkong Volkskongresses. Die seit Mitte Juli anschwellenden Protestkundgebungen müssten allerdings „absolut friedlich“ verlaufen und dürften in keinsterweise die soziale Stabilität gefährden. Ein neues Unterrichtsfach, welches zuerst in Hongkong erprobt und dann 2016 eingesetzt werden soll, treibt in der Metropole Schüler aller Alterklassen, deren Eltern und Lehrer auf die Strasse. Dabei ist das Unterrichtsfach eigentlich sehr interessant: Es geht nicht nur um chinesische Geschichte, Politik, Wirtschaft und Kultur sondern soll vor allem darum, dass chinesische „Entwicklungsmodell“ kritisch mit Indien und den USA zu vergleichen.

Der Probedurchlauf startete in ausgewählten Schulen bereits im Juni. Im gleichen Monat gingen fast 10.000 Menschen auf die Strasse. Organisiert wurden die Märsche von den Lehrergewerkschaften und den Schülern der Oberschule. Die Proteste fielen mitten in die Wahlen zum neuen Volkskongress. Deswegen versuchte der neue Intendant Leung Chun-ying auch zu schlichten und bestätigte, dass jede Schule selbst wählen könnte ob sie das Fach unterrichtet oder nicht. Die Global Times schrieb in einem Artikel über die Rede von Leung tagsdarauf, dass das Ministerium für Bildung das Fach weder als Prüfungsfach plane, noch das es eine Benotung gebe.

Ein Blick in das vorgestellte Buch, welches die Vergleiche der Systeme darstellt, würde Kritiker beruhigen und der Welt zeigen, wie das Material eine Diskussion der Entwicklungswege anstrebt. So beginnt das Buch mit einer Beschreibung der „chinesisch-sozialistischen Marktwirtschaft“. Der Erfolg des „Sozialismus chinesischer Prägung“  sei es, ist darin zu lesen, keine Privatisierung der Industrie und der Schlüsselbranchen zu zulassen und die Finanzmärkte „niemals“ zu liberalisieren.

China ginge einen eigenen, überaus erfolgreichen, politischen und wirtschaftlichen Weg. Die Wirtschftskrise im Westen zeige die Grenzen des Kapitalismus. Erklärt wird auch das System der Wahlen der Volkskongresse und der demokratische Zentralismus der Volksrepublik. Verglichen wird dies später mit dem System der USA. Die Amerikaner hätten schwer zu kämpfen mit dem Zwei-Parteien-System, da sich Demokraten und Republikaner ständig im Wahlkampf befänden.

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~ von oyukidaruma - 07/09/2012.

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