Samsung will große Schlachten gegen Apple führen und gewinnen

Nach dem Sieg in Südkorea und der Niederlage in Amerika gegen Konkurrent Apple gibt sich Samsung nun gegenüber seinen Angestellten siegessicher. „Langfristig“, so ein Sprecher, werde man als Sieger aus dem Krieg mit Apple hervorgehen. „Wir vertrauen darauf, dass sich der Markt und die Verbraucher auf die Seite derjenigen stellen, denen Innovation wichtiger als internationale Klagen sind“, war in einer internen Nachricht zu lesen. „Das würde zweifelsfrei bewiesen werden.“ Damit nimmt Samsung nun eine Kursänderung in seiner Politik vor.

Ein Fehler sei es gewesen, von Anfang an auf Verhandlungen mit Apple gesetzt zu haben, da dieser der größte Kunde sei. Da Apple aber auf Klagen beharrte, habe man sich zur Gegenklage entschieden. „Die Geschichte zeigt, dass es bisher kein Unternehmen gegeben hat, dass die Herzen von Verbrauchern erobert und anhaltendes Wachstum erzielt hat, wenn es sich dem Wettbewerb in erster Linie durch den offenen Missbrauch von Patentgesetzen stellt und nicht durch Innovationen“, so ein Samsung Sprecher.

Der Sieg von Apple in Amerika steht den Niederlagen in Asien und Europa gegenüber. In Patentverfahren aus Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden hatten Gerichte festgestellt, dass Samsung keine Designmerkmale kopiert hatte. Amerikanische Geschworene sprachen Apple dagegen 1,05 Milliarden Dollar Schadensersatz zu. Samsung denkt nun über eine Revision nach, denn die Chancen stehen nicht schlecht und es geht dem Konzern um die Gefahr von Folgeklagen. Velvin Hogan, Vorsitzender der Jury sagte nach dem US-Prozess: „Wir wollten sicherstellen, dass die Strafe hoch genug ist, um schmerzhaft, aber nicht unangemessen zu sein“.

Seine tapsige Begründung ist für Samsung Beweis genug, dass die restlichen Jury-Mitglieder explizit gegen die Anweisungen von Richterin Koh zur Urteilsfindung verstoßen haben: So hätten sie für ihre Entscheidung nur Umsatzausfälle und angemessene Lizenzzahlungen für Apple berücksichtigen dürfen, selbst festgesetzte Maßstäbe wie die von Hogan beschriebenen wären unzulässig. Apple geht in Amerika auch gegen Versuche vor, Verkaufsstopps aufheben zu lassen. Das trifft auch auf Samsungs Tablets zu: Fakt ist jedoch, dass die Geschworenen keinerlei Verletzung des Tablet-Designmusters von Apple durch Samsungs Galaxy Tab nachweisen konnten. Samsung hat in seinen neueren Tablet-Modellen das Design bereits so verändert, dass es sich deutlich von Apples Muster unterscheidet.

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~ von oyukidaruma - 04/09/2012.

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