Shanghai legalisiert als erste Stadt Straßen Bands

Straßenmusiker – und künstler sollen in Shanghai in ihren Rechten gestärkt werden und daher bald ohne Eingriff seitens der Volkspolizei ihrem Handwerk nachgehen können. Die Legalisierung gehört zum Menschenrechtsaktionsplanes des Staatsrates. Shanghai wird ein administratives System errichten, dass den Künstlern dann ermöglicht, ihre Talente öffentlich zu zeigen. „Shanghai wird die erste Stadt in China, die endlich ihre Türen für Straßenkünstler öffnet“, freut sich Luo Huaizhen, ein Dramatiker, der in den letzten acht Jahren die Abgeordneten des Volkskongresses aufgefordert hat, Straßenaktivitäten zu legalisieren.

Schon ab kommendem Montag will das Amt für Kultur einen Probelauf durchführen. Das Amt für Kultur, Radio, Film und Fernsehen plant sogar, einige öffentliche Bereiche den Künstlern anzubieten, in denen sie dann auftreten und sich inszinieren können. Straßenkünstler werden in China meistens von der Volkspolizei oder den Beamten der jeweiligen Stadtverwaltung vertrieben. Luo sagte, dass seine Reisen ins Ausland dazu geführt hätten, gegen die Kriminalisierung von Straßen Bands zu protestieren. Es sei doch schön, wie Straßenkünstler in anderen Ländern die Atmosphäre auf den Straßen beleben.

„Die Chinesen haben eine schlechte Meinung zu Straßenkünstlern und beschimpfen sie schnell als Bettler oder Obdachlose. Aber in Europa kann man überall sehen, dass die Künstler kreative Shows aufführen“, sagte Luo. „Menschen, die die World Expo 2010 in Shanghai besucht haben, werden sich an die lebhaften Vorstellungen während der Wartezeiten erinnern“, bestätigte dies Chi Xiaoling, eine Mitarbeiterin des Shanghaier Amtes für Kultur, Radio, Film und Fernsehen. „Dies sehe ich als einen guten Beweis für die Legitimität von Straßenkunst“, sagte sie. „Chinas nationale Gesetze haben keine Klauseln darüber und keine andere Stadt in China kann in dieser Hinsicht ein Beispiel geben. Deshalb hat es auch lange Zeit gebraucht, um die Entscheidung über den Probebetrieb zu treffen“, erzählte die Beamtin.

Chen Jing (Foto oben) ist mittlerweile dank Internet ein bekannter Straßenmusiker. Er spielt normalerweise in der Nähe der Super Brand Mall in Pudong. „Tagsüber komme ich nur am Wochenende“, sagte Chen. „Nach der Dämmerung kommen keine Polizisten mehr, um mich zu stören. Außerdem sind vielen Menschen Vorstellungen nach Feierabend ohnehin lieber.“ Am 11. August spielte Chen und seine Band mit Ukulelen für Passanten auf der Nanjing Road in der Innenstadt. „Wir mussten aufhören, weil sich eine riesige Menschenmenge um uns herum versammelte“, erzählte Chen. Guo Wei sagte, dass er und seine Band mehrmals öffentliche Aufführungen organisierten, oft  jedoch von städtischen Beamten vertrieben werden.

„Wir wollen eigentlich nur, dass mehr Menschen die Ukulele kennenlernen und die Musik hören. Bei einem Club Auftritt hören einfach zu wenige Leute zu“, sagte Chen. Sowohl Chen als auch Guo äußerten volle Unterstützung für den Vorschlag bezüglich einer Legalisierung. „Wir würden gerne weitermachen“, sagte Guo.

Quelle: german.china.org.cn

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~ von oyukidaruma - 29/08/2012.

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