Staatsrat droht Provinzregierungen wegen neuer Schulbusverordnung

Ein dringendes Rundschreiben des Ministeriums für Bildung und weiteren 19 Abteilungen der Zentralregierung an die Provinzregierungen wurde jetzt öffentlich und heizte damit die Schulbusdiskussion im Netz wieder an. In dem Schreiben wurden die Lokalregierungen ein letztes mal aufgefordert, ein System für das Sicherheitsmanagement von Schulbussen aufzustellen, eine angemessene Übergangsfrist festzusetzen und detaillierte Bestimmungen hinsichtlich der Zulassung von Schulbussen, der Qualifikationen der Busfahrer und der rechtlichen Verantwortung zu erlassen.

Der Schwerpunkt des Sicherheitsmanagements für Schulbusse soll auf ländliche Gebiete gelegt werden, wo die Schulen sich oft außerhalb der Reichweite von öffentlichen Verkehrsmitteln befinden, hieß es im Rundschreiben. Die zentralen Regierungsbehörden forderten die lokalen Regierungen in allen Bereichen auf, große Reisebusunternehmen zu ermutigen, den professionellen Schulbusbetrieb durchzuführen.

Alle Fahrzeuge, die Schüler transportieren, sollen in der Übergangszeit mit besonderen Kennzeichnungen versehen werden und Fahrer haben bestimmte Qualifikationen zu erfüllen. Nach der Übergangszeit sollen alle Schulbusse den nationalen Schulbusstandards entsprechen. Im Rundschreiben stand auch, dass im Herbst dieses Jahres erstmals in China koordinierte Sicherheitschecks für Schulbusse in Angriff genommen und alle Unregelmäßigkeiten bestraft werden.

Eine erste Verordnung über die Sicherheit im Schulbusverkehr, die am 5. April eingeführt wurde, erhielt China erst, nachdem im vergangenen Jahr eine Reihe von tödlichen Schulbusunfällen die Öffentlichkeit schockierte. Daraufhin ging der Staatsrat vor allem die Defizite auf dem Land systematisch und hart an, neue Sicherheitsvorschriften und Normen für Schulbusse wurden formuliert und die Sicherheit von Schülern auf dem Schulweg verbessert.

Bei einem Unfall im November vergangenen Jahres kamen in der nordwestlichen Provinz Gansu 21 Kinder in einem Neunsitzer-Minivan zu Tode, welcher mit 62 Unterschülern vollgestopft wurde. Nach dem Unfall forderte Oremier Wen Jiabao, den Staatsrat dazu auf, neue Verordnungen zu erlassen. Im März wurden diese dann bei einer Sitzung des Staatsrates erlassen. Mit der Umsetzung in den westlichen Provinzen stockte es aber bis zuletzt.

Advertisements

~ von oyukidaruma - 16/08/2012.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: