Buddhisten und Tibeter feiern das Kalachakra Fest

Tausende Pilger und Gläubige haben sich am vergangenen Wochenende nahe einer Klostergemeinde in Nordwestchina versammelt, um am viertägigen Kalachakra Ritual teilzunehmen, welches vom 11. Panchen-Lama und dem tibetanischen Mönch Jamyang Gaytso veranstaltet wurde. Wie ein Behördenvertreter des Kreises Xiahe (Provinz Gansu), Heimat des Labrang-Klosters – eines der sechs großen Gelugpa-Klöster in China – mitgeteilt hatte, wurde mit 100.000 tibetisch-buddhistischen Gläubigen gerechnet. „Nicht nur Menschen aus Gansu, sondern auch aus den Nachbarprovinzen Qinghai und Sichuan haben sich angekündigt“.

Kalachakra, das Rad der Zeit, ist ein Schlüsselritual der Gelugpa-Sekte des Tibetischen Buddhismus. Das Ritual wird von ranghohen Mönchen abgehalten und zieht meistens ein riesiges Publikum an. Im Regen gab der 83 Jahre alte Mönch Jamyang Gaytso am ersten Tag von 13 bis 16 Uhr buddhistische Lesungen in tibetischer Sprache. Er saß auf einer Tribüne, die umrundet von tibetischen Mönchen und Gläubigen in roten Roben war, die zuhörten, meditierten und beteten. Interessanterweise nutzten viele Gläubigen Handys, Kameras und Rekorder, um die Lesungen aufzunehmen.

Jamyang Gyatso aus Xiahe war im Alter von acht Jahren ins Labrang-Kloster gekommen. Er erhielt den Titel Gesi, der nur für Meister des tibetischen Buddhismus vorgesehen ist, und wurde 1998 auserwählt, die buddhistischen Studien des 11. Panachen-Lama zu leiten. Der Mönch veranstaltete das Kalachakra Fest für den Panchen, damals 12 Jahre alt, im Kloster Zhaxi Lhunbo in Tibet im Jahr 2002. Das Ritual am Samstag war bereits seit Wochen Gesprächsthema, denn viele tibetische Anführer verbreiteten die Neuigkeiten auf ihren Sina Weibo Blogs. „Es ist eine Chance, die man nicht verpassen darf“, schrieb Jompo Rinpoche, ein ranghoher Mönch in Xigaze in Tibet. „Es ist eine Segnung, an dem Ritual teilzunehmen“, so Lobecheri, ein Mönch, der nach Xiahe mit einem Dutzend Klosteranhängern aus der autonomen tibetischen Präfektur Huangnan in Qinghai anreiste. „Es wäre sehr schade, wenn ich das Kalachakra verpassen würde.“

Zelte der Pilger reihten sich zehn Kilometer lang auf dem Grasland, auch Flachbetten gab es viele. „Meine Familie schläft heute Nacht im Wagen, das ist kein Problem für uns. Wir fühlen uns geehrt, hier zu sein“, so Namgachi, ein junger Hirte. „Die Regierung wird Hilfe für Pilger bieten, die vorübergehend hier übernachten“, so Wang Yan, Vize Bürgermeister der autonomen tibetischen Präfektur Gannan, welche den Bezirk Xiahe verwaltet. Die Volkspolizei bestätigte, sie hätten Stände zur medizinischen Hilfe aufgestellt, sieben LKW mit Trinkwasser organisiert und rund 30 Toiletten aufgestellt. Über hundert Verkehrspolizisten sind ebenfalls aus den umliegen Städten und Kreisen angereist um den Verkehr zu überwachen. Grund war die Ankündigung vieler Klöster ihre Gläubigen würden mit dem Auto anreisen.

Quelle: Xinhua

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~ von oyukidaruma - 08/06/2012.

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