China und Thailand beenden ihre Militärübung „Blue Attack 2012“


Einheiten der chinesischen Volksmarineinfanterie, im Bild ein ZBD2000

Das gemeinsame Militär Manöver der chinesischen Volks- und der thailändisch-Königlichen Marine „Blue Attack 2012“ wurde diese Woche vor den Gewässern der Stadt Shanwei in der Nähe von Hong Kong erfolgreich beendet. Die Einheiten der jeweiligen Seestreitkräfte übten dabei das Landen an einem mit feindlichen Kräften besetzten Küstenabschnitt und Nahgefechtssituationen auf offener See. Der gemeinsame Einsatz richtete sich gegen keinen Staat, wohl aber wurden Präventivschläge gegen Piraten geübt. 

Die gemeinsame Militärübung, die die Volksrepublik China und das Königreich Thailand diese Woche abhielten, unterstreicht das Tauwetter zwischen den zwei Mächten und steht für eine wachsende Zusammenarbeit bei der strategischen Partnerschaft in Südostasien. Die Übungen vor der Küste der Provinz Guangdong dauerten insgesamt vier Tage und legten den Schwerpunkt auf eine kombinierte Marine-Luft-Verteidigung, Anti-U-Boot-Taktiken, Rettungen auf dem Meer, Einnehmen von feindlichen Küsten, wie auch die Befreiung von entführten Schiffen.

„Die teilnehmenden Einheiten werden in der Prävention von bewaffneten Konflikten in exklusiven Wirtschaftszonen trainiert“, wurde ein stellvertretender thailändischer Marinechef in der People’s Daily zitiert. Die beiden Marinestreitkräfte setzten auch Flugzeuge und Spezialeinheiten ein. Seit 2009 haben China und Thailand vier  Militärübungen durchgeführt. Hierbei handelte es sich um die erste Übung der Marineeinheiten.

Laut Zhang Junshe, Vize Direktor des Forschungsinstituts für Maritime Militärforschung, nehmen dieses mal jeweils die Haupttruppen beider Marinekräfte an der Übung teil. Somit sei die Übung ein Symbol für das große gegenseitige Vertrauen zwischen den beiden Staaten.

Die Regierung der Philipinen kritisierte das Militärmanvör und sah es als aggressiven Akt an. China befindet sich mit dem Inselstaat derzeit in einem territorialen Streit. Ausgerechnet ein amerikanisches Medium, die Washington Times, bezeichnete das Manöver als eine “Geste der Aggression”. Erst vor wenigen Monaten führten Japan, Südkorea und die USA ein gemeinsames Übersee Manöver durch.

„Die Übungen von China und Thailand haben einen rein defensiven Charakter und zielen nicht auf dritte Parteien“, erklärte Direktor Zhang. „Jede Armee muss ihre bewaffneten Kräfte trainieren. Da sind weder China noch die Nachbarstaaten eine Ausnahme. Doch dies gibt keinen Grund, um über normale militärische Aktivitäten zu spekulieren.“

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~ von oyukidaruma - 30/05/2012.

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