Chinas Community will Starbucks bei der Unterstützung der Homo Ehe helfen

Die NOM (National Organisation for Marriage) ist eine kirchliche Organisation, die in den USA dafür kämpft, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau möglich ist. Diese Organisation startete vor einiger Zeit eine Kampagne mit dem Namen „Dump Starbucks“, um dagegen vorzugehen, dass sich das Unternehmen für eine Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen im Staat Washington eingesetzt hatte.

Hu Jin, eine chinesische Aktivistin, will nun eine Gegenkampagne organisieren und bittet alle Chinesen um Unterstützung sowie die Unterschrift unter eine Petition. In einem Interview mit Xinhua erzählte sie: „Wir können nicht hier sitzen und zusehen, wie eine Gruppe, die offen gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen arbeitet, ihre Kampagne nun nach China importiert.“

Über 1.000 Chinesen haben die Onlinepetition der Gruppe seit Freitag unterzeichnet. NOM will in den USA das Gesetz am 7. Juni kippen. Auch sie sammeln derzeit Unterschriften von Menschen, die sich dazu verpflichten, die Anti-Starbucks Kampagne zu unterstützen. Die Erklärung stellt fest, dass die Unterzeichnenden von der „Position des Unternehmens, gleichgeschlechtliche Ehen zu unterstützen, tief getroffen sind“, weil dies gegen „die moralischen Vorstellungen einer Mehrheit der Kunden verstoße“. NOM hat für seine „Dump Starbucks“ Kampagne 31.809 Unterschriften gesammelt, während eine Anti-NOM-Kampagne mit dem Titel „Thank Starbucks“ auf Sumofus.org, einer amerikanischen Webseite, 645.589 Unterschriften sammeln konnte.

Hui kündigte an, dass man mit Starbucks in China und den USA Kontakt aufnehmen wolle, um „Zustimmung“ für die Entscheidung des weltweit agierenden Konzerns zu signalisieren. „Hoffentlich setzt sich Starbucks weiterhin für die gleichgeschlechtliche Ehe ein“, sagte sie. Xu Bin, Vorstandsvorsitzende einer Beijinger Lesbengruppe mit dem Namen „Common Language“, unterzeichnete den Antrag im Namen ihrer Gruppe öffentlich.

„Wir wollen Starbucks in der Hoffnung unterstützen, dass auch chinesische Unternehmen Homosexuelle unterstützen“, sagte Xu. Laut einem Bericht der Seattle Timesvom 24. Januar, erklärte die Geschäftsführerin von Starbucks, Kalen Holmes: „Wir von Starbucks sind stolz, zusammen mit weiteren führenden Arbeitgebern im Nordwesten der USA den Staat Washington in seinem Vorhaben zu unterstützen, die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Paaren gleichberechtigt anzuerkennen.“

Li Yinhe, eine der ersten Wissenschaftler für Homosexualität in China und führende Soziologe, fordert die Community dazu auf, sich der Unterstützung für Starbucks nicht zurückzuhalten. „Es ist für ein Unternehmen sehr riskant, sich das Label „Pro-Homosexualität“ an die Marke zu hängen. Ich bezweifle also, dass finanzielle Absichten dahinter stecken”, sagte Li.

„NOM glaubt, dass die Mehrheit der Chinesen sehr konservativ ist und diese Werte als Selbstverständlichkeit ansieht. Doch das ist falsch und das wird sich auch zeigen. Das liegt hauptsächlich daran, dass China keinerlei religiöse Geschichte hat und sich durch die Existenz homosexueller Werte nicht in seiner Tradition verletzt fühlt,“ sagte Li. Gestern erklärte Hui, man wolle die Kampagne intensivieren, während sie klar machte, dass man die Menschen nicht dazu anstiften wolle, mehr Kaffee zu trinken. „Mehr Kaffee zu kaufen ist nicht der richtige Weg, um unser Anliegen zu vertreten”, bestätigte Hui.

Advertisements

~ von oyukidaruma - 28/04/2012.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: