Der westliche Medienkrieg gegen Assad

Die Hälfte aller derer die in Syrien ums Leben kommen waren laut UNO Polizisten oder Soldaten, die von Anhängern der Free Syrian Army in Hinterhalte gelockt und dort umgebracht wurden. Diese Details fehlen vor allem in der westlichen Berichterstattung bzw. werden komplett ausgekapselt. In Syrien kämpfen die Anhänger und die Soldaten der Regierung nicht gegen friedliche Demonstranten sondern gegen militante von Amerika und der Türkei ausgestattete Rebellen. Opfer dieser Kämpfe sind die einfachen Demonstranten die schon lange nicht mehr für ihre Werte auf die Strasse gehen können.

Das ZDF zB ist schon lange nicht mehr das neutrale Medium für das es sich ausgiebt. Was wir im Kosovokrieg recherchiert, bei Tibet 2008 gezeigt bekommen und bei Gaddhafi bewiesen haben bekommen wird diese Tage auch im Falle Syriens zur Belastbarkeitsprobe für den öffentlich rechtlichen Sender: So ist bei Youtube ein Video im Umlauf, dass die angebliche Folter von syrischen Soldaten an politischen Gefangenen zeigen soll. Das gezeigte Video allerdings stammt aus dem Irak und sorgte bereits bei seiner Veröffentlichtung im Jahre 2007 für ein Eklat. Hier wurde die gleiche Taktik wie in Tibet 2008 angewandt. Mit irreführenden Berichten und falschen Videodokumentationen wird die Volksmasse an der Nase herumgeführt.

Un nun obwohl die Echtheit des Dokumentes in Frage gestellt ist unternimmt das ZDF nichts um die Sache klar zu stellen. Hier regt sich dann der Verdacht, dass der nächste Krieg vorbereitet werden soll. Ein Krieg, den die Syrier in großer Zahl entschieden ablehnen. Deutschland braucht keine staatlichen Medien, die eine bestimmte Meinung verbreiten, für diese Aufgabe gibt es schon genügend private Medien wie den SPIEGEL oder den STERN.

Der Westen erhält bei seinen Aktionen hilfreiche Unterstützung aus Saudi-Arabien. Einem Land welches erst vor wenigen Tagen bekannt gab alle Kirchen des Landes abreissen lassen zu wollen und welches u.a. auch deutsche Waffen und Panzer gegen Demonstraten einsetzte. Dies hat natürlich damit zu tun, dass die syrische Regierung ein gutes Verhältnis zum Iran hat, welcher in Riad als Klassenfeind gilt. Fakt ist alle durch Arabien hervorgebrachten Resolutionen haben absolut nichts mit den Menschenrechten zu tun und die ganze Welt weiß das. Er ist einzig und allein strategisch bedingt. Die syrischen Menschen liegen der saudischen Regierung sicherlich nicht am Herzen, wenn ihnen schon die eigene Bevölkerung nicht am Herzen liegt. Wenn nun europäische Politiker diesen Schritt als mutigen Einsatz für die Menschenrechte loben, dann ist das ein Schlag für die ganze arabische Demokratiebewegung, denn dieser wird damit vermittelt, dass sie dem Westen nur wichtig ist, wenn sie in nicht-verbündeten Staaten demokratische Forderungen anbringt.

Alleine eine Verurteilung der freien syrischen Armee hilft nicht mehr. Was ist mit dem bewiesenen Einsätzen der unter 16-Jährigen als Kamikazesoldaten oder die durch die Rebellen überall im Land eingesetzten Standgerichte, in denen selbsternannte Henker foltern, quälen, vergewaltigen und morden? Eine neue Resolution muss her und zwar schleunigst, eine die die Dinge beim Namen nennt, Transparenz schafft und das Morden wahrhaftig beendet.

Kommentar von: Benjamin Schilli

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~ von oyukidaruma - 29/03/2012.

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