China plant atomaren Ausbau Mithilfe von Gates und Hightech Generatoren

Nach dem Fukushima Vorfall wurden auch in China alle atomaren Pläne einer Prüfung unterzogen. Diese sei nun so gut wie abgeschlossen. China will demnach für die Zukunft verstärkt auf Atomkraft und Wasserkraft setzten. Beim atomaren Ausbau sollen allerdings nur noch Generatoren der sogenannten vierten Generation eingesetzt werden. Hierbei setzt die chinesische Regierung auf Bill Gates und die Firma TerraPower.

„TerraPower arbeitet für verschiedene chinesische Ministerien an einem Atomreaktor der vierten Generation. Ein solcher Reaktor wird sehr preisgünstig und sehr sicher sein und zudem nur sehr wenig Abfall erzeugen“, bestätigte Bill Gates auf einer Pressekonferenz vergangenen Jahres. Konstruktive Gesprächen fanden mit den Beamten des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie in Beijing statt. „Allerdings befindet sich noch alles in einer sehr frühen Phase.“

Die Firma TerraPower, die Gates vor einigen Jahren mitbegründet hat, arbeitet gemeinsam mit der Chinesischen Nationalen Nuklearkooperation (CNNK) an Ideen zu neuen Technologien, wenngleich Gates davon ausgeht, dass deren Einführung noch eine Weile dauern dürfte. Zur Diskussion steht insbesondere ein Wanderwellen-Reaktor – eine neue Art von Reaktor, bei dem die Anreicherung und die Wiederaufbereitung von Uran nur noch in geringerem Umfang nötig ist. Die Wanderwellen-Reaktoren sind nicht nur kleiner als herkömmliche Atomkraftwerke, sondern sie produzieren auch deutlich weniger Abfall. Sie können mehrere Jahre lang betrieben werden, ohne dass ein Nachfüllen notwendig wäre.

Angesichts der langfristigen Risiken der Lagerung von radioaktiven Abfällen und des Missbrauchs der Brennstoffe für den Bau von Waffen haben Wissenschaftler seit den 40er-Jahren versucht, Methoden zu entwickeln, die eine Wiederverwendung der Brennstoffe erlaubt. Die Wanderwellen-Reaktoren könnten möglicherweise die Lösung bieten. Allerdings ist bisher noch kein Reaktor dieser Art gebaut oder getestet worden, sagte Xu Mi, Chefexperte der CNNK.

Gates rechnet damit, dass für die Entwicklung des neuen Reaktortyps in den kommenden Jahren Investitionen in der Höhe von Hunderten von Millionen Dollar erforderlich sein werden, während die Kosten für den Bau in Milliardenhöhe liegen dürften. Er versprach aber, dass das neue Design „total sicher“ sei und auch Naturkatastrophen standhalten könne.

Qian Jihui, Professor für Atomtechnik und neue Energie an der Tsinghua-Universität, sagte, dass er trotz der zahlreichen Diskussionen über den neuen Reaktor nicht erwartet, dass dieser in Kürze für den kommerziellen Einsatz verfügbar sein wird. „Es gibt keine einheitliche Definition dafür, was ein Reaktor der vierten Generation ist“, sagte er. „Meiner Meinung ist damit die absolute Sicherheit gemeint, die ausschließt, dass es jemals während des Betriebs ein Unglück geben wird.“

Qian sagte, dass China sich darauf vorbereite, einen Testreaktor dieser Art mit einer Kapazität von 200.000 Kilowatt zu bauen. Allerdings erwartet er nicht, dass der Reaktor in China nach der Testphase unmittelbar ans Netz geht, weil das Land die Suspension der neuen Atomprojekte noch nicht wieder aufgehoben hat. Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie gab bekannt, es freue sich, mit Gates zusammenzuarbeiten. „Es ist nicht Gates Geld, das wir bei dieser Kooperation so sehr schätzen, sondern sein sozialer Einfluss und seine Innovationsfähigkeit“, sagte Zhang Laiwu, Vize Minister für Wissenschaft und Technologie.

Übernommen von: China Daily

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~ von oyukidaruma - 12/01/2012.

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