China verzeichnet weltweit größte Reduktion von Kohlendioxidemissionen

Gemessen am Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank Chinas Energieverbrauch von 2005 bis 2010 um ganze 19,1 Prozent. Das entspricht einer Minderung  von 630 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten und 1,5 Milliarden Tonnen Treibgasausstoß, hieß es in einem Bericht zur Entwicklung von Chinas Kohlenstoffreduktion. Der Bericht wurde vom Institut für emissionsarme Weltwirtschaft an der University of International Business and Economics und der Social Sciences Academic Press veröffentlicht.

Obwohl China zu einem der größten Verursacher von Treibhausgasen geworden sei, habe das Land weltweit die größte Verringerung von Kohlendioxidemissionen erzielt, hieß es in einer Pressemitteilung des Instituts am Samstag. „Die Politik zur Verringerung von Kohlendioxidemissionen ist eine der strengsten und effektivsten der Welt“, hieß es in der Veröffentlichung. In fünf Jahren sei es China gelungen, ein jährliches Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 11,2 Prozent beizubehalten, bei einer Steigerung des jährlichen Energieverbrauchs von 6,6 Prozent.

Die Bemühungen, ineffiziente und stark umweltbelastende thermische Kraftwerke herunterzufahren, habe zu einer Reduktion von rund 50 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen geführt. Von 2007 bis 2009 schloss China thermische Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 54 Millionen Kilowatt. Weiterhin schloss das Land in den vergangenen fünf Jahren ineffiziente industrielle Projekte wie Stahlwerke und Unternehmen des Zement- und Kohlebergbaus. China startete zehn große Energiesparprogramme, einschließlich der Erneuerung von mit Kohle befeuerten Heizkesseln, der Verbesserung der Energieeffizienz des Netzwerks zur Wärmeversorgung, der Förderung von grünen Wohn- und Bürogebäuden und der Installation von kohlenstoffarmen öffentlichen Beleuchtungsanlagen.

Die Programme trugen dazu bei, den Energieverbrauch von 240 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten zu sparen. Das entspricht einer Reduktion von rund 550 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen. Obwohl China momentan jährlich mehr Treibhausgase als die USA produziere, solle man auch andere Faktoren in die Berechnung mit einbeziehen, forderte der Vize-Delegationsleiter. Wenn es um die Emissionsmenge pro Kopf oder um die akkumuliert ausgestoßene Abgase gehe, dann sei nicht China der Weltmeister der Kohlenstoffemissionen.

Unter anderem befinde sich die Volksrepublik in einer anderen Entwicklungsphase als die Industrieländer, sagte Su. Derzeit habe China seine Wirtschaft zu entwickeln, um die Armut zu bekämpfen und den Lebensstandard der Bevölkerung zu verbessern. Trotzdem müsse auch China sich den Herausforderungen des Klimawandels stellen. Deswegen solle China den Kampf gegen den Klimawandel als eine bedeutungsvolle Strategie bei der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung betrachten und zugleich die Chance nutzen, die Wirtschaft „grün“ umzustrukturieren und das Entwicklungsmodell dementsprechend abzuändern.

Die Politik der chinesischen Regierung sei laut Su eindeutig: Zum einem werde China sich verantwortungsvoll gegenüber der Zukunft und der ganzen Menschheit verhalten, zum anderen wolle China sich nachhaltig entwickeln, indem es wissenschaftlich fundierte Entwicklungskonzepte in die Tat umsetzen werde.

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~ von oyukidaruma - 09/12/2011.

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