Guangdong will als erste Provinz Wirtschaftsleistung durch Glücksindex ersetzen

Bisher wurden Chinas Provinzen alleine nach ihrer Wirtschaftsleistung bewertet. Ein NVK Vorschlag aber sieht vor das System durch einen „Glücksindex“ zu ersetzen. Das System soll helfen, ein besseres Verständnis davon zu erhalten, was zu Glück führt, eine gesunde soziale Mentalität aufzubauen und rationale Erwartungen an das Leben zu finden, erklärte am Dienstag Xu Jianhua, Direktor der Entwicklungs- und Reformkommission der Provinz Guangdong, im Rahmen einer Pressekonferenz. Es ist das erste Mal, dass eine Provinzregierung einen derartigen Index einführt. Laut Xu müssten angesichts der Komplexität bei der Messung des Glückgefühls sowohl objektive wie auch subjektive Indizien verwendet werden.

Bei den objektiven Bewertungskriterien werden die Arbeit, der Lohn, die Bildung und Kultur, die Gesundheitsversorgung, die Konsum- und Wohnangebote sowie die sozialen Dienstleistungen untersucht, von denen ein Bewohner profitieren kann. Die subjektiven Kriterien basieren darauf, wie sich ein Bewohner hinsichtlich seiner persönlichen Entwicklung, der Lebensqualität und dem spiritualen Leben fühlt. Der Index beruht auf einer Befragung von 6900 Menschen im Alter zwischen 16 und 65 Jahren, die mindestens ein Jahr lang in der Provinz lebten.

Mit dem neuen Index soll auch die Leistung der Regierungsbeamten gemessen werden, erläutert Xu. Der Index für das Jahr 2010 wird Ende dieses Jahres veröffentlicht. Die Existenz eines Index zur sozialen Sicherheit, zum Schutz von Rechten und Interessen und zu kulturellen Anlässen sei es, was Guangdong maßgeblich von anderen Provinzen unterscheidet, so Xu. Obwohl für die meisten der objektiven Indizien statistische Methoden existieren, müssen noch für einige Indikatoren Berechnungssysteme entwickelt werden, wie Xing Xiaowei, Direktor des Statistischen Amtes der Provinz, sagte. So gibt es zum Beispiel keine Zahlen zur Müllverwertung auf Kreis- und Stadtebene, während eine statistische Erhebung zu Sozialwohnungen erst ab kommendem Jahr auf Provinzebene eingeführt wird.

„Das System beschäftigt sich auch mit dem größten Problem in der wirtschaftlichen Transformation Chinas: den Reichtumsunterschieden und den damit verbundenen sozialen Konflikten“, sagte Professor Ni Xing vom Forschungszentrum für öffentliche Verwaltung an der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou. Bei der Anwendung des Systems solle die Regierung die Bedürfnisse von unterschiedlichen Gruppen eruieren und darauf achten, dass diese sie auch ungehindert zum Ausdruck bringen können. Ni sagte, dass das System nur die gewünschte Wirkung entfalten kann, wenn die Gesellschaft an ihm teilhat.

Quelle: CIIC

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~ von oyukidaruma - 10/11/2011.

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