Polizeichef von Luoyang bittet um eine zweite Chance

Der Polizeichef der zentralchinesischen Stadt Luoyang entschuldigte sich nun öffentlich, beim rechtzeitigen Aufspüren eines Sklavenverlieses versagt zu haben, in welchem ein Mann seit fast zwei Jahren junge Frauen als Sexsklaven festhielt und zwei von ihnen tötete.

Guo Congbin, Direktor des Büros des roten Bambuses von Luoyang (Provinz Henan) sagte während einer Pressekonferenz, dieser besonders schwere Fall zeige, dass die kommunalen Sicherheitspatrouillen zu schwach wären und die Volkspolizisten ihren Sinn für Verantwortung verloren hätten. „Als Vorsitzender und Direktor trage ich die volle Verantwortung dafür“, sagte Guo und fügte hinzu, dass gegen vier in den Fall verwickelte Polizeibeamte Strafanzeige erhoben wurde.

Die Ermittler der Polizei hatten bereits bestätigt, dass Li Hao, ein 34-jähriger verheirateter Vater sechs Frauen als Sklaven gehalten und gezwungen habe, sich zu prostitutieren und in Porno-Videos mitzuwirken. Diese Videos stellte Li anschliessend ins Netz um damit Geld zu verdienen. Li sperrte die Entführten in zwei unterirdische Räume eines Wohnkomplexes welchen er vor zwei Jahren gekauft hatte. Laut Polizeiangaben vergewaltigte Li die Frauen regelmäßig.

Zwei Frauen, welche sich wehrten, folterte er und tötete sie, fügte die Polizei hinzu. Ihre Leichen wurden erst am 3. September gefunden, als die Polizei den Keller erstürmte. Den ausschlaggebenden Tipp gab ein Verwandter der geflohenen Sklavin, der die Flucht gelungen war. Einem Bericht der Southern Metropolis Daily zufolge, die die Geschichte veröffentlichte, seien beide Frauen, die in einem Nachtclub arbeiteten, seit Monaten tot, die Polizei hätte diese Informationen aber unter Verschluss. Li, welcher für das Amt für technologische Aufsicht in Luoyang arbeitet, befinde sich derzeit in U-Haft.

Die Volkspolizei habe auch die vier überlebenden Frauen wegen „angeblicher Beteiligung an organisierter Kriminalität “ verhaftet. Zudem spekulierten Medienberichte darüber das die Überlebenden Li geholfen haben könnten, die beiden anderen zu töten. In einem ähnlichen Fall vor rund sechs Jahren wurden 13 Frauen, die in Karaoke-Bars und kleinen Restaurants in der Provinz Shandong gearbeitet hatten, von vier Männern ermordet. Ihre Leichen wurden in abgelegenen Dörfern an einem Flussufer begraben und erst sechs Monate später gefunden worden.

Die Menschen Chinas waren die letzten paar Tage von den kaltblütigen Details des Luoyang-Falls schockiert, woraufhin lokalen Behörden begannen, Amüsierbetriebe – Schönheitssalons, Karaoke-Hallen, Saunas und Internet-Cafés – zu „durchsuchen“ und eine Kampagne zur „Online-Säuberung“ gegen pornographische Webseiten ins Leben zu rufen. Direktor Guo Congbin versprach, die Einheiten des Bambus werden keine „schmutzigen Flecken“ zurücklassen und bat die Menschen in Luoyang inständig, der Polizei noch eine weitere Chance zu geben.

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~ von oyukidaruma - 05/10/2011.

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