Wachsende Beliebtheit von Thailändischen Dramas in Asien


Hier die Serie SPY von 2009

In den Jahren 2009 und 2010 sendeten chinesische TV Stationen soviele Thaidramen wie noch nie zuvor aus. Zu den beliebtesten Serien wurden „Battle of Angels“, „Morgen liebe ich dich immer noch“ und „Spy“. Im gesamten asiatischen Raum erfreuen sich thailändische Fernsehserien immer grösserer Beliebtheit. Deshalb tauchen Thai-Fernsehserien auch vermehrt auf asiatischen Videowebseiten und den TV Stationen auf. Zahlreiche Webforen und Übersetzungsgruppen für solche Fernsehserien sind in den letzten Monaten entstanden.

Guo Qiong, die seit langem ein Fan thailändischer Fernsehserien ist, schätzt Dramas aus dem südostasiatischen Land seit CCTV 2003 „Das schöne Dienstmädchen“ ausstrahlte. Dies war die erste, offiziell nach China eingeführte thailändische Fernsehserie. Aufgrund dieser Serie sind viele Zuschauer treue Fans thailändischer Fernsehserien geworden. Weitere Dramas wie „Phönixblut“ und „Geheime Polizistin“ verstärkten den Trend.

„Ich habe das Gefühl, dass Thai-Fernsehserien plötzlich populär geworden sind“, sagt Guo Qiong. Als „Battle of Angels“ ausgestrahlt wurde, diskutierten die Freunde nur noch über die Thai-Fernsehserien. Die drei „Zaubermittel“, die man aus der Dramaturgie koreanischer Fernsehserien kennt, sprich Verkehrsunfälle, Krebs und andere unheilbare Krankheiten, gibt es wie in allen asiatischen Dramen auch bei den Thai-Serien. Dort heißen sie allerdings: Kidnappen, Misshandlung und Mittäterin. Die Besonderheit der Serien besteht darin, dass die Liebespaare nach verschiedenen Konflikten endlich zusammenfinden können.

In den meisten Thai-Fernsehserien geht es um Konflikte in oder zwischen reichen Familien. Sie beginnen normalerweise mit dem Treffen eines „Prinzen“ mit einem „Aschenputtel“. Inzwischen tauchen immer eine männliche vernarrte aber dumme sowie eine weibliche böse Nebenrolle auf. Die arme weibliche Hauptrolle muss sich mit unbeugsamem Willen unterschiedlicher Probleme bewältigen und ist selbstredend in die männliche Hauptrolle verliebt. Am Ende werden alle Missverständnisse geklärt und es kommt zum Happy-End.

„Thai-Fernsehserien erzählen spannende Geschichten. Im Vergleich zu koreanischen Fernsehserien, die die Liebe eher implizit präsentieren, beschreiben die Thai-Fernsehserien die Liebe viel direkter und stärker, und zwar innerhalb von weniger als 20 Episoden“, so Guo weiter. Hübsche thailändische Schauspieler seien auch ein wichtiger Grund, warum solche Fernsehserien so beliebt seien. Zudem verbreiten südostasiatische TV Serien, dank ihrer Drehorte und den Kostümen, eine stark exotische Atmosphäre.

Die meisten, ursprünglich aus Japan stammenden Dramen (Dorama) werden zwischen 20.00 Uhr und 22.00 Uhr ausgestrahlt, in der so genannten Golden Time. In dieser Zeit machen sich die Fernsehsender am heftigsten Konkurrenz. Hauptzielgruppe dieser Programme sind junge, unverheiratete Frauen zwischen 22 und 35 Jahren, welche in Asien die aktivsten Konsumenten sind. Ähnliche Serienformate werden auch in anderen ostasiatischen Ländern gedreht, z. B. in Taiwan, Südkorea und China. Die Fernsehserien dort unterscheiden sich allerdings von den japanischen Dorama in Episodenlänge und Anzahl. Chinesische Dramen haben oftmals mehrere Dutzend Episoden, was die Handlung sehr in die Länge zieht.

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~ von oyukidaruma - 19/08/2011.

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