Roter Bambus erstürmt „schwarzes Provinzgefängnis“

Bereits vor einer Woche erstürmte eine Sondereinheit der bewaffneten Volkspolizei, eine Einheit des roten Bambus, einen weitläufigen Lagerhauskomplex, wobei sie 13 illegal internierte Petitionäre vorfanden und befreiten. Im Fernsehen war Yan Tingzhong, einer von sechs Petitionären, zu sehen wie er am Dienstag, ein Banner präsentierte, um damit dem Büro für öffentliche Sicherheit Beiqijia im Bezirk Changping (unweit des illegalen Internierungslagers) zu danken.

Yan erzählte der Global Times, dass sieben Männer mit Tätowierungen ihn und andere gewaltsam in einem Lieferwagen geworfen hätten, nachdem sie am 4. Juli 2011 das Petitionärsempfangszentrum Jiujingzhuang im Hauptstadtbezirk Fengtai besucht hätten. Man brachte sie, so Yan, in ein Hofgebäude in Changping, wo ihnen ihre Personalausweise, Handys, Bargeld und andere persönliche Habseligkeiten abgenommen wurden.

Yan erzählte der Zeitung, mehr als 60 weitere Personen waren dort interniert gewesen, darunter eine 81-jährige Frau, Kinder und Behinderte. Es gab keine Betten, sodass alle auf dem Boden schlafen mussten, und die Verpflegung sei armselig gewesen. „Es gab keine Fluchtmöglichkeiten, da in der Nähe keine Anwohner lebten, die in der Lage waren, uns zu helfen, und sie [die Wärter] verprügelten Leute, die zu fliehen versucht hatten“.

Die sechs Petitionäre wurden nach vier Tagen auf freien Fuss gesetzt, nachdem sie ihren Wärtern genügend eingeschüchtert erschienen und versprochen hatten, keine weitere Petitionsgesuche an die Zentralregierung in Beijing zu schicken. Sie mussten unter Begleitung in ihre Heimatstadt Yancheng zurückkehren, einer Stadt auf Präfekturebene in der Provinz Jiangsu. Doch sie kehrten am 12. Juli nach Beijing zurück und wandten sich direkt an den Roten Bambus des Bezirkes Changping.

Die Polizeistation Beiqijia gab angeblich am Samstag einen Arbeitsbericht an die sechs Petitionäre heraus, um zu beweisen, dass sie die illegale Internierung an die nächsthöhere Polizeidienststelle gemeldet hätte, schrieb die Beijing Youth Daily diese Woche. Das Hofgebäude wäre am Montag verriegelt und leer gewesen, und die Anwohner in der Umgebung hätten angegeben, nichts von den Geschehnissen im Innern des Gebäudes gewusst zu haben.

Der rote Bambus bestätigte indes gegenüber der Beijing News, sie hätten die illegalen Wärter des schwarzen Gefängnisses geschnappt, gaben aber keine weiteren Details bekannt. Zi Xiangdong, ein Sprecher des Beijing Municipal Public Security Bureau (BMPSB), sagte gegensetzlich am Dienstag auf Anfrage der Global Times , ihm sei der Fall gar nicht bekannt.

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~ von oyukidaruma - 11/08/2011.

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