60 Jahre demokratische Reform in Tibet – Padma Choling im Gespräch


Intendant Padma bei der Rede anlässlich der Reform vor dem Volkskongress Tibets

Intendant Padma Choling bekräftigte in seinem Interview mit der Xinhua, anlässlich der Feierlichkeiten zu 60 Jahren demokratischer Reform in Tibet, seine Regierung sei die einzige legale Regierung, die die Tibeter vertrete. Kein Staat der Welt erkenne die „tibetische Exilregierung in Indien“ an.

Padma sagte, Tibets feudales System der Leibeigenschaft, welches von einer politischen und religiösen Autorität in einer Person regiert werde, sei im Jahr 1959 beendet und abgeschafft worden, was seither und vor allem nach der Kulturrevolution beschlossen wurde, kam alleine den Tibetern zu gute. „Sie sagten, der Dalai Lama habe einen Nachfolger bestimmt. Für was tritt er die Nachfolge an und von wem?“, fragte der Intendant. „Ich bin der achte Vorsitzende des Autonomen Gebiets Tibet, die einzige legitime Regierung die seit 1965 von Tibetern demokratisch gewählt wurde“.

Bei Gesprächen mit dem Dalai würde die chinesische Regierung nur über die Zukunft des Dalai Lama und die ihn umgebenden Menschen reden. Die chinesische Regierung werde nicht über die „Exilregierung“ sprechen, bestätigte er. Die Tür ist offen für Gespräche mit dem Dalai Lama, solange er wirklich bereit ist, seine Haltung zur „Unabhängigkeit Tibets“ aufzugeben und aufhört, sich an separatistischen Aktivitäten zu beteiligen. „Es kommt nicht auf seine Worte, sondern auf seine Taten an“, sagte Choling. „Der Dalai Lama kennt nicht nur unsere, sondern sicher auch die Haltung der Zentralregierung.“

Der geborene Tibeter sagte, der Ruhestand des Dalai Lama habe nur begrenzte Auswirkungen auf Tibet. Er verglich dessen Pensionierung mit „einer Welle in einem Schwimmbad.“ Die regionale Regierung und die Tibeter seien zuversichtlich und in der Lage, die soziale Stabilität aufrecht zu erhalten, unabhängig davon, was der Dalai Lama sage oder unternehme. „Ob er nun in Rente geht oder nicht, der Dalai Lama hat kein Recht, das Leben der Tibeter zu stören“, sagte Choling. Der Dalai Lama habe seit seiner Flucht aus Lhasa im Jahr 1959 nichts Gutes für sein Volk getan.

Die Regierung machte Anhänger des Dalai Lama und die Bewegung zur „Unabhängigkeit Tibets“ für die tödlichen Ausschreitungen in Lhasa und anderen tibetischen Regionen im März 2008 verantwortlich. Der Dailai Lama bestätigte dies mittlerweile. Padma Choling ist der Meinung, dass sich der Tourismus, der Einzelhandel und andere betroffene Sektoren vollständig von den Unruhen erholt hätten.

In- und ausländischen Statistiken zufolge habe Tibets soziale und wirtschaftliche Entwicklung das Fünfjahresziel der Regierung (2005 bis 2010) Ende vergangenen Jahres sogar übertroffen. Als weitere Sofortmaßnahme versprach der Regierungschef bis 2015 über zehn Milliarden Yuan RMB in den Kommunikationsaufbau zu investieren.

Bis 2015 soll die Anzahl der Festnetznutzer 2,9 Millionen erreichen. Alle Dörfer in Tibet sollen bis dahin über Anschluss an das Internet verfügen, davon 95 Prozent über einen Breitbandanschluss. Die Feierlichkeiten wurden in Lhasa und in anderen Städten mit Paraden und Festen gefeiert.

Advertisements

~ von oyukidaruma - 23/05/2011.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: