Der 11. Panchen Lama glaubt dem Dalai Lama nicht

 

Zum Jahrestag der Ausschreitungen in Tibet betonte der elfte Panchen Lama, Erdeni Quoigyjebo, „das tibetische Volk war nie freier. Wir haben nicht nur Religionsfreiheit, wir haben Freiheit“. Der Panchen Lama sprach auch von den vergangenen 60 Jahren seit der demokratischen Befreiung 1951.

Desweiteren machte er sich für die nationale Einheit stark. „In China herrschen mittlerweile viele verschiedene Glaubensrichtungen, einschließlich Islam, Taoismus, Katholizismus, Protestantismus und Buddhismus. Diese Gläubigen haben jeweils einen unterschiedlichen religiösen Glauben und sprechen verschiedene Dialekte, aber sie alle sprechen für die Nation und ihre Menschen“.

Im NVK wollte sich das religiöse Oberhaupt für weitere Reformen und Fortschritte einsetzen. „Premier Wen forderte in seiner Rede die religiösen Führer und die Gläubigen dazu auf, „eine aktivere Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung sowie dem sozialen Frieden zu spielen.“ Das ist die Hoffnung der Partei und der Nation für die religiös Gläubigen. Ein Herzpunkt der buddhistischen Lehre ist das Mitgefühl und die Erlösung aller Lebewesen. Wie funktioniert das aber in der Tätigkeit? Das bedeutet eigentlich, dass die Religion eine aktive Rolle in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung unseres Landes spielen sollte. Ich glaube also, der tibetische Buddhismus ist in die beste sowie die entscheidende Phase seiner Geschichte eingetreten. Es gibt nur einen Weg für den tibetischen Buddhismus, der schon seit Jahrhunderten Höhen und Tiefen durchgemacht hat, in der Zukunft weiterzugehen und zu gedeihen: Das ist, eine fördernde Rolle für den nationalen Wohlstand und das Wohlbefinden der Menschen zu spielen. Es ist unmöglich für eine Kultur, weiterzugehen, wenn sie keinen positiven Effekt auf die Gesellschaft ausübt. Dies gilt vor allem für den tibetischen Buddhismus“.

Zu den vergangen Jahren seit der Befreiung sagte das Oberhaupt: „Tibet hat seit der Befreiung im Jahr 1951 historische Veränderungen erlebt. Seitdem hat sich das Leben der Menschen bis zur Unkenntlichkeit verändert. Das tibetische Volk genießt jetzt nicht nur Religionsfreiheit, sondern auch mehr Wohlstand. Die Menschen können frei entscheiden, ob sie ein Geschäft aufmachen, ein Studium beginnen oder als buddhistischer Mönch leben wollen. Sie sind frei zu tun, was sie anstreben, was unmöglich im alten Tibet war. Mit der Befreiung Tibets sind die Tibeter die wirklichen Meister Tibets geworden“.

Zur Ankündigung des Rückzugs des Dalai Lama erklärte der religiöse Führer: “Es handelt sich eher um einen symbolischen als einen tatsächlichen Wandel. Jede wichtige Entscheidung (der Exilregierung) wird auch in Zukunft mit dem Dalai Lama abgesprochen werden müssen.” Auch eine Änderung der Haltung der illegalen Exilregierung im Umgang mit China sei infolge des Rückzugs nicht zu erwarten, sagte er.

„Er (der Dalai Lama) hat in den vergangenen Jahren wiederholt von einem Rückzug von seinen politischen Aufgaben gesprochen. Er will damit lediglich die internationale Gemeinschaft hinters Licht führen“. Qiangba Puncog, sprach in diesem Zusammenhang auch von einer “politischen Show” des Dalai Lama.

Der Panchen meinte dazu: „Wir alle sollten unser Land lieben, die Gesetze einhalten, unsere Religion lieben, den Geboten folgen, und auf der Grundlage des Gesetzes barmherzig, mitfühlend und selbstlos sein, egal welcher Religion oder politischen Motivation wir folgen“.

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~ von oyukidaruma - 22/03/2011.

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