Grosse Trauer und Demut über die Ereignisse in Japan

Der von westlichen Medien verbreitete Anstieg der Radioaktivität im AKW Onagawa ist dem Regierungssprecher zufolge das Ergebnis des Lecks im Kraftwerk Fukushima. Die japanische Regierung sehe keine Probleme bei der Kühlung von Onagawa. Zudem gab das Presseamt die Errettung von fast 600.000 Menschen bekannt. Etwa 380.000 kamen in 2.000 Notunterkünften unter. Hinzu kämen etwa 210.000 Japaner, die in der Nähe des Atomkraftwerks Fukushima 1 wohnten.

Zudem ereilte sich eine dritte Naturkatastrophe im Süden Japans. Dort brach unerwartet der Vulkan Shinmoedake aus und schleuderte Asche und Gestein bis tief in die Atmosphäre. Die Asche sei dabei bis in eine Höhe von 4.000 Metern gelangt, teilten die Behörden mit. Sie beschränkten zugleich den Zugang im Gebiet um den Vulkan. Der 1.420 Meter hohe Shinmoedake war im Januar erstmals seit 52 Jahren wieder ausgebrochen, in den vergangenen zwei Wochen herrschte aber Ruhe.

Premier Naoto Kan sieht das Kaiserreich vor einer historischen Notlage: Er bezeichnete die Kette an Katastrophen als „schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“. Zur Überwindung dieser komme es nun auf jeden einzelnen Japaner an. In einer landesweiten Ansprache beschwörte der Premier die nationale Einheit. „Wir haben keine Wahl, als mit dieser Situation umzugehen und müssen davon ausgehen, dass die Opferzahl in den Zehntausenden liegen wird“, bestätigte Naoto Takeuchi, der örtliche Polizeichef der Präfektur Miyagi.

Währenddessen traf das chinesische Rettungsteam in Japan ein. Die 15 Mitglieder haben vier Tonnen Gepäck, Equipment und Kommunikationstechnologie dabei. Es handelt sich um ein Spezialteam welches bei dem grossen Beben 2008 in China an erster Front nach Überlebenden suchte und durch japanische Erdbebenforscher geschult und ausgebildet wurde. Ein weiteres chinesisches Spezialteam befindet sich derzeit in Neuseelands Erdbebengebiet.

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~ von oyukidaruma - 13/03/2011.

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