Zhang Xinpings Kampf gegen Drogen in der VR China

 

Zhang Xinping, ehmalige Drogenabhängige, widmet sich heute voll und ganz dem Kampf gegen Drogenmissbrauch. Sie ist Chinas Vorzeigekämpferin. Aber niemand, einschließlich ihrer Familie, bietet ihr Hilfe an oder ermutigt sie. Die 44-jährige Zhang wurde Freiwillige – schließlich hat sie selbst Erfahrung als Drogenabhängige von 1992 bis 1999. Sie verbringt Stunden damit, ihre Aufrufe gegen Drogen über eine Webseite zu verbreiten und Telefonanrufe von hilfebedürftigen Drogenabhängigen zu beantworten.

Zhang bekommt zwar finanzielle Unterstützung der Regierung, um die Webseite zu betreiben, aber muss tief in die eigene Tasche greifen, um die tausend Yuan pro Monat in die Hotline zu stecken. Hinzu kommt, dass sie unter Umständen Abhängigen Geld leiht, damit diese von den Drogen wegkommen. Zhang sprach am Donnerstag mit Global Times, genau einen Tag vor dem Weltdrogentag. Sie erzählt, sie habe es geschafft, rund 300 Drogenabhängige dazu zu bringen, mit den Drogen aufzuhören. Allerdings macht sie sich Sorgen über die mangelnden Finanzen. Sie erzählt, sie sei Anfang der 1990er Jahre Millionärin gewesen, als sie eine Karaokebar und ein Restaurant betrieb. Jedoch ruinierten die Drogen sowohl ihre Gesundheit wie auch ihren Wohlstand.

Sie hatte 1992 begonnen, Drogen zu nehmen, einfach aus Zeitvertreib, nachdem die sich von ihrem Ehemann hatte scheiden lassen. Sie nahm verschiedene Arten an Drogen, darunter Heroin, Marihuana und Pethidin, die ihr Herz, die Leber, die Nieren, den Magen, das Gehirn und das Nervensystem schädigten. Ihre Familie brachte sie 1999 dazu, in ein Camp für Abhängige zu gehen, um ihre Sucht in den Griff zu bekommen, und sie schaffte es 2002, mit den Drogen aufzuhören.

Über 133 Millionen Menschen, die Drogen nehmen, waren mit Stand von 2009 amtlich registriert. Von ihnen nahmen 73 Prozent Heroin, wie es im neuesten Bericht der Staatlichen Kommission für Drogenkontrolle vom März heißt. Jedoch haben 2009 landesweit 68.000 ehemalige Drogenabhängige es geschafft, über drei Jahre lang keine Drogen mehr zu nehmen, wie der Bericht besagt.

Wenn auch einige Drogenabhängige es schaffen aufzuhören, werden sie leicht rückfällig, weil sie wegen mangelnder Hilfe schnell depressiv werden, erklärt Zhang. „Einige Drogenabhängige, die ich kenne, haben es geschafft, für kurze Zeit von den Drogen herunterzukommen und dachten, ihre Familie und Freunde würden sie dann akzeptieren, doch sie wurden gemieden und waren für immer als Drogenabhängige gebranntmarkt“, erzählt sie. „Sie brauchen mehr Ermutigung und mehr Selbstachtung.“

Aus diesem Grund eröffnete Zhang 2002 die Hotline und startete 2004 die Webseite. Aber sie hat es nicht leicht. „Ich konnte nicht einen Cent mit meiner freiwilligen Beratung verdienen. Das einzige Einkommen, das ich in den vergangenen acht Jahren bekommen habe, sind die Rückzahlungen von Leuten, denen ich in den 1990er Jahren Geld geliehen hatte“, so Zhang.

Weiter erzählt sie, sie habe Pläne, eine Dokumentation über Drogenabhängigkeit zu drehen und diese weltweit zu zeigen, um Gelder zu bekommen. „Mit dem Geld kann ich vielleicht meine Arbeit als Freiwillige weitermachen“, meint Zhang.

Das Original findet sich hier: http://beijing2008.german.china.org.cn/china/2010-06/27/content_20360974.htm

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~ von oyukidaruma - 30/06/2010.

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