Staatstrauer für die Opfer des Qinghai Erdbebens am Mittwoch

 

Die chinesische Regierung hat für Mittwoch eine eintägige Staatstrauer für die Opfer des schweren Erdbebens im Westen des Landes angeordnet. Vor allen öffentlichen Gebäuden im Land und chinesischen Botschaften im Ausland sollen die Flaggen auf halbmast wehen, alle öffentlichen Veranstaltungen zur Unterhaltung wurden abgesagt. Die Zahl der Todesopfer stieg laut der Nachrichtenagentur Xinhua auf 2039, 195 Menschen werden noch vermisst.

In dem am vergangenen Mittwoch von dem Beben zerstörten Bezirk im tibetischen Hochland der Provinz Qinghai setzten die Bergungskräfte am Dienstag ihre Suche nach Überlebenden fort. Obwohl verschüttete Opfer nach Angaben von Experten nach drei Tagen kaum noch eine Überlebenschance haben, konnten die Retter am Montag drei Menschen lebendig aus den Trümmern bergen, wie die Zeitung “Global Times” am Dienstag berichtete.

Auf den schweren Erdstoß der Stärke 7,1 am vergangenen Mittwoch folgten mehr als 1200 Nachbeben. Sie lösten weitere Erdrutsche und Schlammlawinen aus und erschwerten damit zusätzlich die Rettungsarbeiten. Für die nächsten beiden Tagen sagte der Wetterdienst zudem Schneestürme und Glatteis voraus.

Wu Heping, Pressesprecher beschreibt die natürlichen Bedingungen vor Ort in Yushu. Der Bezirk liegt auf dem Qinghai-Tibet-Plateau, mehr als 4000 Meter über dem Meeresspiegel. Daher enthalte die Luft wenig Sauerstoff, zudem ist derTemperaturunterschied zwischen Tag und Nacht sehr groß. Nachts werden Minusgrade erreicht. Die Rettungskräfte müssten nicht nur die an sich schon anstrengende Bergungsarbeit leisten, sondern auch noch gegen körperliche Erschöpfung und Höhenkrankeit ankämpfen.

Das zweite Problem liegt im Transport. Die Autobahn zwischen Xining und Yushu erstreckt sich über 800 Kilometer. Sie überwindet zahlreiche Berge, darunter das Bayankala-Gebirge. Für die Strecke Xining – Yushu muss man mindestens zwanzig Stunden veranschlagen, was für die Rettungsarbeiten eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

Außerdem ist es sehr schwierig, die Rettungsarbeiten zu bewältigen. Da die meisten Häuser in Yushu aus Lehm und Holz errichtet waren, sind sie mehrheitlich total in sich zusammengefallen. Deshalb gibt es in den Trümmern nur sehr kleine Hohlräume, in denen sich Überlebende aufhalten könnten. Viel Staub wurde durch das Erdbeben aufgewirbelt. Durch die nächtliche Kälte und das Einatmen des Staubes ist das Leben der Verschütteten stark bedroht.

Wu Heping legt dar, dass sich die nach Yushu verlegten Polizisten in drei Gruppen einteilen lassen, die man nach ihrer Kleidung unterscheiden kann: Orange, blau und grün. Die Polizisten mit Feuerwehrausbildung sind in Orange gekleidet, sie sind als Rettungskräfte im Einsatz. Die Truppen in grüner Kleidung sind hauptsächlich für medizinische Hilfe zuständig. Polizisten in blauer Kleidung sind für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung im Katastrophengebiet verantwortlich. Mehrheitlich beherrschen die Polizisten die tibetische Sprache.

~ von oyukidaruma - 20/04/2010.

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