Neue Meldungen aus der Erdbebenregion in Qinghai

 

Xinhua bezifferte die Zahl der beim Erdbeben getöteten Menschen heute morgen auf bisher 617. 9110 Menschen wurden verletzt, darunter 970 Schwerverletzte. 313 Menschen gelten noch als vermisst. Die Wohnungen und Häuser von 15.000 Familien sind eingestürzt. Außerdem müssen 100.000 Familien evakuiert werden.

Um 7.49 Uhr am Mittwochmorgen hat ein Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala den Kreis Yuschu im Tibetisch-Autonomen Bezirk Yushu der nordwestchinesischen Provinz Qinghai erschüttert. Der Erdbebenherd lag in 33 Kilometern Tiefe. Bis 18 Uhr am Mittwoch wurden insgesamt 606 Nachbeben notiert, vier davon waren stärker als 4,0.

Direkt nach dem Erdbeben wurde das staatliche Rettungsteam der Nothilfe für Erdbeben in die Katastrophegebiet geschickt. Laut Berichten von chinanews.cn kann man vom Flughafen bis zur Kreisstadt Yushu überall die eingestürzten Häuser sehen. Auch die Straßen wurden stark zerstört. Staub wirbelte auf.

Auf mehreren Straßen gibt es deutliche Risse, deren Breite bis zu 20 Zentimeter beträgt. Viele im Bau befindliche Brücken einsturzgefährdet. Neben den Straßenkam es immer wieder zu Erdrutschen. Autos können nur eine Richtung fahren, Verkehr und Transport stehen vor großen Schwierigkeiten.

Der Vizekommissar der Polizei eines Kreises, Yan Junfu, berichtete, das Dorf Xihang in der Nähe der Bezirkshauptstadt Jiegu wurde dem Erdboden gleichgemacht. 99 Prozent der Wohnhäuser seien zusammengebrochen.

In der Kreisstadt Yushu sind die meisten alten Häuser auf beiden Seiten der Straßen ganz eingestürzt. Überall herrscht Durcheinander. Die Wände vieler Gebäude weisen Risse auf. Viele Bürger wohnen gedrängt in den Zelten bei den Straßen. Auf den Hauptstraßen sind Patrouillen von Soldaten und bewaffneten Polizisten unterwegs.

Derzeit haben viele Behörden Notfallkonzepte gestartet, um die Arbeit für die Katastrophenbekämpfung zu gewährleisten. Rettungsgruppen, Feuerlöschmannschaften und medizinische Bereuungsteams sind in die Katastrophengebiete unterwegs.

Nach der schnellen Reaktion seitens der Provinzregierung befinden sich bereits jetzt 280 Rettungsarbeiter im Katastrophengebiet. Unverzüglich begann das Ministerium für Gesundheit damit eine Expertengruppe und ein Rettungsteam von 1700 Personen zusammen zu stellen. Der Staatsrat hat eine Soforthilfe von 200 Millionen Yuan für die Katastrophenbekämpfung, Evakuierung der Bewohner und medizinische Behandlung gewährt.

Regent Hu Jintao und Premier Wen Jiabao haben jeweils die Anweisung gegeben, mit allen Kräften die Katastrophe zu bekämpfen. Dafür hat der Staatsrat eine Generalkommandostelle gegen Erbebenfolgen gegründet. Vizepremier Hui Liangyu ist als Generalbefehlshaber im Katastrophengebiet tätig. Um 20 Uhr am Mittwoch ist Hui im Epizentrum Jiegu eingetroffen, um die Rettungsarbeiten vor Ort zu leiten.

Laut einer letzten Meldung von Xinhua wurden 1045 Menschen seit dem Beben lebend gefunden. Jüngsten Angaben des Staatsfernsehens zufolge kamen 617 Menschen ums Leben. Die Retter müssen oftmals mit bloßen Händen arbeiten, da schweres Gerät in dem abgelegenen Gebiet kaum vorhanden ist.

Die Menschen, die durch die Naturkatastrophe ihr Obdach verloren, mussten die Nacht bei Temperaturen unter Null und eisigem Wind im Freien verbringen. Rund 10.000 Menschen wurden bei dem Beben verletzt.

~ von oyukidaruma - 15/04/2010.

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