Japans oberster Gerichtshof weist Klage von Chinesen zurück

 

Japans oberster Gerichtshof wies am Donnerstag eine Klage von 45 ehemaligen chinesischen Zwangsarbeitern in einer letzter Instanz zurück. Das ist der traurige Höhepunkt eines jahrelangen Rechtsstreites. Wieder einmal geht es um den japanischen Umgang mit seiner jüngeren Vergangenheit. Die Chinesen wurden während des Zweiten Weltkrieges in die japanische Präfektur Fukuoka verschleppt und dort zur Zwangsarbeit gezwungen. Menschen die zu schwach für die Arbeit waren wurden bestialisch hingerichtet.

Im Februar 2003 hatten die 45 Überlebenden Zwangsarbeiter gegen die japanische Regierung sowie die beiden Unternehmen Mitsui Mining Co. Ltd. und die Mitsubishi Mining Co. geklagt. Das Gericht in Fukuoka erkannte in seinem Urteil im Jahr 2006 zwar die Verschleppung der Kläger zur Zwangsarbeit an, wies ihre Forderung nach Schadenersatz jedoch zurück, mit der Begründung, die “Anklagegültigkeit sei bereits abgelaufen” und “der Staat Japan trage in diesem Fall keine Verantwortung”. Im Jahr 2009 wurde das Urteil des Gerichts in Fukuoka bestätigt. Mit dem Urteil des obersten japanischen Gerichtshofs haben die Kläger ihren Prozess endgültig verloren.

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~ von oyukidaruma - 31/12/2009.

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