Buddha Shingtsa kritisiert Dalai Lama

 

Der Ruf des Dalais im Westen nach einem „gewählten Führer“ sei lächerlich und heuchlerisch, betonte Shingtsa Tenzinchodrak am Montag bei einem Interview mit der China Daily. Shingtsa Tenzinchodrak ist die derzeit lebende Reinkarnation von Buddha. Shingtsa betonte: „Jeder der den tibetischen Buddhismus kennt, weiss dass die Auswahl des Dalai Lamas und seine Inkarnation auf historischen Sitten und religiösen Ritualen beruhen“. Dies mache seine Äusserungen sehr unglaubwürdig. Shingtsa Tenzinchodrak weiss wovon er redet. Er ist der 14. lebende Buddha. Er wurde 1955 im Alter von 5 Jahren in Nagarze Country gefunden und vom Shingtsa Tempel als Buddha bestätigt.

Der 59 jährige, der auch Mitglied im nationalen Volkskongress ist, sagte weiter: „Er (der Dalai) macht schon wieder politische Stimmungsmache unter religiösem Vorwand. Aber sein Argument hat keine Bedeutung für Tibet. Als jemand der in Tibet lebt und arbeitet, kann ich behaupten, das ich meine Leute kenne. Was wir wollen ist eine gefestigte Gesellschaft und eine florierende Wirtschaft statt einer zerrissenen feudalen Gesellschaft.“

Shingtsa Tenzinchodrak besuchte erst im März diesen Jahres die Vereinigten Staaten und Kanada. Er betonte dabei immer er wüsste von den Missverständnissen im Westen in Zusammenhang mit Tibet. Es gebe aber keine Defizite wenn es um Religion, Kultur oder Menschenrechte ginge. Das Problem sei „Menschen im Westen waren nie in Tibet, sie haben das wirkliche Tibet nie gesehen. Alles was sie wissen und glauben kommt vom Dalai.“

living buddha

„Ich halte es für notwendig, der Welt zu erklären, was hier in Tibet wirklich passiert“, antwortete der Geistliche auf die Frage ob er noch weitere Auslandsreisen für dieses Jahr plane.  Shingtsa liess es sich auch nicht nehmen nochmal auf die Unruhen in Lhasa letztes Jahr einzugehen. „Tibetanische Mönche tun so etwas nicht. Das ist nicht unser Weg. Warum sollten anständige Mönche Brände legen und Menschen verprügeln? Das ist nur eins, kriminell!“

Shingtsa erklärte der China Daily zum Abschluss anhand von Zahlen die Veränderung seit der demokratischen Reform in Tibet: Bruttoinlandsprodukt von Tibet im jahre 2007: 34.2 Bio Yuan (5 Bio US Dollar). Das entspricht einer Steigerung um das 15.8 fache gegenüber 1978. Das Einkommen stieg damit von 175 Yuan im Durschnitt auf 2.800 Yuan im Jahre 2007. Über eine Million ländlicher Tibeter hätten mittlerweile freien Zugang zu frischem Wasser und die Analphabetenquote fiel auf 32 %. Im Jahr 2002 wurde in Tibet gesetzlich festgelegt, dass die tibetische Sprache die gleiche Rechtskraft und den gleichen Rechtsstatus wie das landesweit gebräuchliche Hochchinesisch hat. Zudem wurden alle Kreise Tibets an das nationale Selbstwählnetz Chinas angeschlossen. Momentan wird das Mobilfunknetz flächendeckend ausgebaut. Das zeige das Menschenrechte im Vordergrund stehen, auch in Tibet.

Das Interview führte Xie Yu von der China Daily

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~ von oyukidaruma - 11/07/2009.

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